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	<title> Fracci&#243;n Trotskista Cuarta Internacional </title>
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		<title>Gewalt und Verhaftungen gegen DemonstrantInnen</title>
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		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Internationaler Klassenkampf </dc:creator>


		<dc:subject>Am&#233;rica Latina</dc:subject>
		<dc:subject>Declaraci&#243;n</dc:subject>
		<dc:subject>Actualidad</dc:subject>
		<dc:subject>Libertades Democr&#225;ticas</dc:subject>
		<dc:subject>M&#233;xico</dc:subject>

		<description>&lt;p&gt;Die Hauptstadtpolizei beendet gewaltsam die traditionelle 10. Juni-Demonstration. Dutzende von Gefangenen und Angriffe aufdie Jugend und JournalistInne&lt;/p&gt;

-
&lt;a href="https://www.estrategiainternacional.org/Articulos-en-aleman" rel="directory"&gt;Art&#237;culos en alem&#225;n&lt;/a&gt;

/ 
&lt;a href="https://www.estrategiainternacional.org/America-Latina" rel="tag"&gt;Am&#233;rica Latina&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://www.estrategiainternacional.org/Declaracion" rel="tag"&gt;Declaraci&#243;n&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://www.estrategiainternacional.org/Tapa-Central" rel="tag"&gt;Actualidad&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://www.estrategiainternacional.org/Libertades-Democraticas" rel="tag"&gt;Libertades Democr&#225;ticas&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://www.estrategiainternacional.org/Mexico-109" rel="tag"&gt;M&#233;xico&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;&lt;span class='spip_document_3913 spip_documents'&gt;
&lt;img src='https://www.estrategiainternacional.org/local/cache-vignettes/L403xH230/arton6477-ff0a6.jpg?1692760255' width='403' height='230' alt=&#034;&#034; /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;// Die Hauptstadtpolizei beendet gewaltsam die traditionelle 10. Juni-Demonstration. Dutzende von Gefangenen und Angriffe aufdie Jugend und JournalistInnen //&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hier reproduzieren wir die Erkl&#228;rung unserer GenossInnen von der ArbeiterInnen-Liga f&#252;r den Sozialismus (LTS), der Sozialistischen, Revolution&#228;ren und Anti-Kapitalistischen Jugend (JASyR) und der Frauengruppe Brot und Rosen und weiteren br&#252;derlichen Organisationen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aus Deutschland solidarisieren wir von RIO, der Revolution&#228;ren Internationalistischen Organisation, uns mit der Mobilisierung der ArbeiterInnen, der Jugend und der armen Massen in Mexiko und verurteilen die Repression der Polizei-Regierung von Miguel &#193;ngel Mancera der PRD und dem Regime der PRI energisch. Wir fordern die sofortige und bedingungslose Freilassung ohne Anklage aller Gefangenen. Stoppt die Repression und Kriminalisierung des sozialen Protests!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Erkl&#228;rung angesichts der Repression der Regierung von Miguel &#193;ngel Mancera&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir von der ArbeiterInnen-Liga f&#252;r den Sozialismus (LTS), der Sozialistischen, Revolution&#228;ren und Anti-Kapitalistischen Jugend (JASyR) und der Frauengruppe Brot und Rosen und weiteren br&#252;derlichen Organisationen, fordern die sofortige Freilassung unserer Mitglieder und aller politischen Gefangenen vom 10. Juni.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um 19:30 Uhr wurde die Mobilisierung im Gedenken des 10. Juni 1971 (wo die Regierung von Luis Echeverr&#237;a &#225;lvarez mehr als hundert Studierende massakrierte) auseinandergejagt und unterdr&#252;ckt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit einem brutalen und repressiven Einsatz ging die Polizei gegen die Kundgebung am Ende der Demo vor und nahm willk&#252;rlich mehr als 20 Jugendliche auf der Stra&#223;e des 20. November fest. Dutzende DemonstrantInnen wurden von der Bereitschaftspolizei der Hauptstadt auf der gleichen Stra&#223;e eingekesselt. Der Z&#243;calo-Platz wurde durch Tr&#228;nengas bedeckt, welches so auch das Lager der LehrerInnen (die sich seit Monaten im Kampf befinden, Ad&#204;.) erreichte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unter den Gefangenen sind auch Mitglieder der ArbeiterInnen-Liga f&#252;r den Sozialismus (LTS), der Sozialistischen, Revolution&#228;ren und Anti-Kapitalistischen Jugend (JASyR) und der Frauengruppe Brot und Rosen.&lt;br class='autobr' /&gt;
Unsere GenossInnen (sozialistische AktivistInnen) wurden an der Ecke der Stra&#223;e des 20. November und der Regina-Stra&#223;e festgenommen &#8211; in gro&#223;er Entfernung von dort, wo die angeblichen &#8222;Auseinandersetzungen&#8220; stattfanden, welche die Stadtregierung behauptet, um die Repression zu rechtfertigen -, als sie nach der Teilnahme an der historischen Mobilisierung auf dem Weg nach Hause waren. Wieder einmal, wie schon am 1. Dezember letzten Jahres, handelte die Polizei der PRD-Regierung von Mexiko Stadt illegal, verhaftete willk&#252;rlich unsere jungen (m&#228;nnlichen und weiblichen) GenossInnen, kesselte sie ein und schlug wild um sich (&#228;hnlich der Bilder, die die internationale Presse von den Angriffen in der T&#252;rkei gegen Jugend, zeigt). Die Rechtsentwicklung der Hauptstadtregierung, die sich selbst als progressiv zu verkaufen versucht, vertieft sich, und die Politik der Kriminalisierung des sozialen Protestes, insbesondere der Jugend, wird mit der Hetze und Verleumdung durch die Medien fortgef&#252;hrt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wegen diesen grundlegenden Menschenrechtsverletzungen haben Anw&#228;lte der Gefangenen eine Beschwerde vor der Menschenrechtskommission von Mexiko-Stadt eingelegt und eine einstweilige Verf&#252;gung gegen ihre illegale Inhaftierung beantragt. Die Gefangenen wurden von der Polizei geschlagen und unter Anwendung massiver Gewalt verhaftet. Die Gefangenen sind momentan in der Agentur Nr. 50 der Staatsanwaltschaft untergebracht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Unter den Gefangenen befinden sich:&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;unser Genosse Sergio Mendez Moissen Abraham, Professor an der Fakult&#228;t f&#252;r Sozial- und Politikwissenschaften und Doktorand in Lateinamerikastudien an der UNAM, aktiv in der Bewegung #YoSoy132, Autor von zahlreichen Artikeln &#252;ber politische und marxistische Theorie, Co-Autor von &#8222;Mexiko in Brand&#8220; (1910-1917) / marxistischen Interpretationen der mexikanischen Revolution, Koordinator des Freien Lehrstuhls Karl Marx, der vor zehn Jahren an der Fakult&#228;t f&#252;r Philosophie und Literatur (FFyL) der UNAM etabliert wurde, Koordinator des Verlags &#8222;Waffen der Kritik&#8220; und Mitarbeiter des &#8222;Zentrums f&#252;r Studien und Publikationen Leo Trotzki&#8220; in Mexiko.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Alex Osorio, ein Mitglied der LTS und JASyR, Student an der UNAM, war auf dem H&#246;hepunkt der Kampagne #YoSoy132 und in der Koordination der Kampagne zur Freilassung der Gefangenen des 1. Dezember t&#228;tig.&lt;br class='autobr' /&gt;
Jes&#250;s Pegueros Brice&#241;o, ein Mitglied der LTS und JASyR, Aktivist der Fakult&#228;t f&#252;r Wirtschaftswissenschaften der UNAM, mehrfacher Sprecher der #YoSoy132-Bewegung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nancy Cornejo Cazares, Mitglied der Brot und Rosen, ist Poetin und Kunststudentin an der FFyL. Sie solidarisierte sich mit den ArbeiterInnen der Stromindustrie, nahm an der &#8222;Bewegung f&#252;r den Frieden und die W&#252;rde&#8220; und an der Versammlung ihrer Schule f&#252;r die #YoSoy132 teil.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Edgar Gonzalo Arredondo Gonz&#225;lez, Mitglied der LTS und JASyR, Student der Latinamerikastudien der FfyL. Nahm an der &#8222;Bewegung f&#252;r den Frieden und die W&#252;rde&#8220; und den Versammlungen der #YoSoy132 teil, als Teil der #YoSoy132Gay, ist aktiv f&#252;r die Rechte der LGBT-Gemeinschaft und gegen Hassverbrechen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Alle diese GenossInnen sind Mitglieder unserer Organisation und nehmen offen am politischen Leben der Universit&#228;ts- und Studierendenbewegung teil. Wir halten ihre Gefangennahme, die brutalen Aktionen der Polizei und die Anklagen, die Staatsanwaltschaft ihnen anh&#228;ngen will, f&#252;r einen Ausdruck der McCarthy-&#228;hnlichen Verfolgungen in Mexiko-Stadt, die von der PRD Regierung vorangetrieben werden und die sich gegen die politischen Organisationen der Linken richten, die, wie die LTS und JASyR, Teil der K&#228;mpfe und Bewegungen der ArbeiterInnen und Jugendlichen sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;42 Jahre nach dem Massaker vom 10. Juni 1971 (&#8220;Halconazo&#8221;) geht die antidemokratische Repression weiter, begleitet durch eine skandal&#246;se Medienkampagne, die die Repression gegen die k&#228;mpfende Jugend zu rechtfertigen versucht; die Jugendliche, die gestern an dieser historischen Mobilisierung teilnahmen. Heute kriminalisiert die Regierung der &#8220;progressiven Linken&#8221; in Mexiko-Stadt die soziale Unzufriedenheit und die Jugendlichen mit &#8220;Anti-Terror&#8221;-Gesetzen und stimmt gemeinsam mit der PRI und der PAN bei Reformen gegen die arbeitende Bev&#246;lkerung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die unterzeichnenden Organisationen verurteilen die Unterdr&#252;ckung und die schweren Menschenrechtsverletzungen, die durch die Polizei der Hauptstadt ver&#252;bt worden sind, und fordern die sofortige und bedingungslose Freilassung von unseren Mitgliedern und allen politischen Gefangenen vom 10. Juni. Wir fordern auch die Anklage und Bestrafung der Verantwortlichen f&#252;r die Unterdr&#252;ckung und Menschenrechtsverletzungen des 1. Dezember und von gestern. Heute rufen wir mehr denn je: &#8222;Der 10. Juni ist nicht vergessen!&#8220;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir fordern Menschenrechtsorganisationen, Studierende, politische und soziale Organisationen, Intellektuelle, Gewerkschaften wie die UNT, die SME, die CNTE, SUTIEMS auf, ihre Ablehnung der willk&#252;rlichen Verhaftungen von Jugendlichen auszudr&#252;cken und gegen die Unterdr&#252;ckung durch die PRD in Mexiko und in den Bundesstaaten der Republik zu protestieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;11. Juni 2013,&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;ArbeiterInnen-Liga f&#252;r den Sozialismus und die Mitgliedsorganisationen der Trotzkistischen Fraktion &#8211; Vierte Internationale (PTS (Partei der ArbeiterInnen f&#252;r den Sozialismus) aus Argentinien, LOR-CI (Revolution&#228;re ArbeiterInnen-Liga f&#252;r die Vierte Internationale) aus Bolivien, LER-QI (Liga der revolution&#228;ren Strategie) aus Brasilien, PTR-CcC (Partei Revolution&#228;rer ArbeiterInnen) aus Chile, LTS (ArbeiterInnen-Liga f&#252;r den Sozialismus) aus Venezuela, LRS (Liga der Sozialistischen Revolution) aus Costa Rica, SympathisantInnen der FT in Uruguay, Clase contra Clase aus dem Spanischen Staat, RIO, sympathisierende Sektion der FT in Deutschland, und AktivistInnen der FT in der CCR/Plattform Z der NPA in Frankreich)&lt;br class='autobr' /&gt;
Frauengruppe Brot und Rosen Lateinamerika&lt;br class='autobr' /&gt;
Revoution&#228;re, Sozialistische Und Antikapitalistische Jugend&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir fordern alle Menschenrechtsorganisationen, Studierende, politische und soziale Organisationen, Intellektuelle, Gewerkschaften auf, folgende Erkl&#228;rung zu unterzeichnen:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Stoppt die Repression gegen die Jugend und politische AktivistInnen seitens der Regierung von Mexiko-Stadt!&lt;br class='autobr' /&gt;
Sofortige und bedingungslose Freilassung der politischen Gefangenen von 10. Juni!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am gestrigen 10. Juni wurden am Ende der Mobilisierung im Gedenken an den historischen Marsch vom 10. Juni 1971 Dutzende von StudentInnen und ProfessorInnen durch die Polizei und Bereitschaftspolizei von Mexiko-Stadt angegriffen. Wie schon am 1. Dezember 2012 entschied sich die Hauptstadt-Polizei dazu, DemonstrantInnen illegal und willk&#252;rlich einzukesseln, festzunehmen und zu schlagen und ihre grundlegendsten Menschenrechte zu verletzen. Die Unterzeichnenden fordern die sofortige und bedingungslose Freilassung aller inhaftierten StudentInnen und ProfessorInnen.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>
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		<title>Die Bourgeoisie soll f&#252;r die Krise zahlen!</title>
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		<dc:date>2009-01-15T11:17:16Z</dc:date>
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		<dc:creator>Internationaler Klassenkampf </dc:creator>


		<dc:subject>Europa</dc:subject>
		<dc:subject>Econom&#237;a</dc:subject>

		<description>&lt;p&gt;Die Bourgeoisie bereitet sich darauf vor, die Auswirkungen der Krise auf dem R&#252;cken der Arbeiter auszutragen...&lt;/p&gt;

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&lt;a href="https://www.estrategiainternacional.org/Articulos-en-aleman" rel="directory"&gt;Art&#237;culos en alem&#225;n&lt;/a&gt;

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&lt;a href="https://www.estrategiainternacional.org/Europa" rel="tag"&gt;Europa&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://www.estrategiainternacional.org/Economia" rel="tag"&gt;Econom&#237;a&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Die Bourgeoisie bereitet sich darauf vor, die Auswirkungen der Krise auf dem R&#252;cken der Arbeiter auszutragen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Weltwirtschaft befindet sich in einer Rezession, die sogar in Depression zu verfallen droht, und auch der &#8222;Standort Deutschland&#8220; wird diesem Schicksal nicht mehr entkommen. Vielmehr wird Deutschland, dessen wirtschaftliche Grundlage auf Finanzgesch&#228;ften und der Pl&#252;nderung von Halbkolonien einerseits und auf dem Export von Maschinerien, Automobil- und Chemikalienproduktion anderseits basiert, zutiefst von der Krise betroffen sein, da die Investitionen und Arbeitspl&#228;tze in Deutschland in hohem Ma&#223;e von der Entwicklung im Rest der Welt abh&#228;ngig sind. Im Gegensatz zu den Krisen der letzten Jahrzehnte steht der Kapitalismus heute vor einer Situation, in der praktisch alle imperialistischen Volkswirtschaften gleichzeitig von rezessiven Tendenzen betroffen oder bereits in vollkommen rezessive Phasen eingetreten sind. Daher w&#228;chst von Tag zu Tag die Gefahr, dass die Rezession die Krise weiter n&#228;hrt, denn keine Region der Welt k&#246;nnte den Waren&#252;berschuss abnehmen. Die Aussichten f&#252;r den &#8222;Standort Deutschland&#8220; sind aufgrund seiner hohen Abh&#228;ngigkeit von den Staaten, die seine Produkte konsumieren, sehr schlecht. Wichtige Handelspartner wie die USA, Gro&#223;britannien und Spanien sind aktuell stark von der Krise betroffen.&lt;br class='autobr' /&gt;
Der Unterschied der gegenw&#228;rtigen Krise zu der Asien-Krise von 1997/98 oder der Tequila-Krise von 1995, um nur zwei Beispiele zu nennen, ist, dass sich ihr Epizentrum in der wichtigsten imperialistischen Macht auf dem Planeten, den USA, verortet und sich rasch in den &#252;brigen imperialistischen l&#228;ndern wie Japan, Frankreich, England oder Deutschland ausbreiten wird. In Anbetracht dieser Tatsache, der zu erwartenden Tiefe und Dauer des wirtschaftlichen Absturzes und den starken &#246;konomischen Turbulenzen k&#246;nnen wir von einer Krise historischen Ausma&#223;es ausgehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Allerdings sind die von den Folgen der Krise am st&#228;rksten Betroffenen (mit Unterschieden) die semi-kolonialen und abh&#228;ngigen l&#228;nder und Regionen wie Mexiko, Brasilien, Osteuropa und S&#252;dostasien, der gro&#223;e Verbrauchermarkt f&#252;r deutsche Waren. Durch die Auswirkungen der Krise ist die Nachfrage vor allem aus der Ukraine, Ungarn (siehe Artikel S. XX) und den asiatischen l&#228;ndern nach deutschen Exportg&#252;tern bereits fast vollst&#228;ndig zum Stillstand gekommen. Die Zukunftsprognosen sind nicht ermutigend; nach den allzu oft optimistischen Sch&#228;tzungen der &#8222;f&#252;nf Wirtschaftsweisen&#8220;, dem Sachverst&#228;ndigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, werden die Exporte - der zentrale Motor der deutschen Wirtschaft - einen erheblichen R&#252;ckgang erleiden, der zu einem Wirtschaftswachstum von nur 0,2% (nach 4,2% in diesem Jahr) oder sogar zu einem kompletten Stillstand f&#252;hren wird.[1] Pessimistischen Sch&#228;tzungen sprechen sogar von einem negativen Wachstum, also einem R&#252;ckgang des Produktionsvolumens von 0,5 Prozent.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was auch immer geschieht, die Auswirkungen, die bereits in der &#8222;Real&#246;konomie&#8220; sp&#252;rbar sind, werden verheerend sein und drohen zu einem Albtraum f&#252;r die Arbeiter zu werden: die M&#246;glichkeit von massiven Konkursen der Unternehmen, die bis vor kurzem als solide galten; Einstellung der Produktion in der Automobilindustrie unter der euphemistischen Aufschrift &#8222;kollektiver Unternehmensurlaub&#8220; und die Schlie&#223;ung von Fabriken, massive Entlassungen der rund 745.000 Arbeiter des Dienstleistungssektors, von denen sch&#228;tzungsweise ein Drittel seinen Job verlieren k&#246;nnte - und bald auch erdr&#252;ckende K&#252;rzungen in den Belegschaften mit Festeinstellungen, Lohnk&#252;rzungen (wie im Falle des Touristikunternehmens Arcandor, in dem die Arbeitgeber mit Gewerkschaftsf&#252;hrungen und Betriebsrat Lohnk&#252;rzungen von bis zu zwanzig Prozent vereinbart haben) und Forderungen von Experten nach Verzicht auf Lohnerh&#246;hungen f&#252;r Arbeiter f&#252;r drei Jahre.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie diese Tatsachen zeigen, wird die deutsche Bourgeoisie all die Auswirkungen der kapitalistischen Krise auf dem R&#252;cken der Arbeiter austragen. Hinzuzuf&#252;gen ist noch das Rettungspaket, das die Grosse Koalition mit den Stimmen von der Partei Die Linke im Bundesrat beschloss, obwohl sie sich gegen diese Rettungsaktion f&#252;r die Bankiers ausgesprochen hatte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Plan der Regierung wurde jedoch von heut auf morgen entwickelt. Das sogenannte &#8222;Rettungspaket&#8220;, das darauf abzielt, die Auswirkungen der Krise im Banken-Sektor zu lindern, stellt seinen Bankiers 500 Milliarden Euro, fast doppelt soviel wie der gesamte Bundeshaushalt, zur Verf&#252;gung - ein Betrag, der nat&#252;rlich von den Angestellten zu zahlen sein wird. Mit einem &#8222;schweren Gef&#252;hl&#8220; (Merkel) stimmte der Bundestag f&#252;r das Paket, das bisher nur einige Banken in Anspruch nehmen wollten. Entweder hielt sie die Angst einer Rufsch&#228;digung davon ab, oder aber ideologische Gr&#252;nde wie der Fundamentalismus Ackermanns, der anstatt als Ideologie eher als b&#252;rgerlicher Pragmatismus zu bezeichnen ist, da er h&#246;here staatliche Intervention zu vermeiden sucht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um die gro&#223;en sozialen Unruhen, die diese Ma&#223;nahmen hervorgebracht haben, teilweise zu beschwichtigen und das &#8222;wachsende Legitimitationsproblem der Gro&#223;en Koalition&#8220; (Steinbr&#252;ck) zu l&#246;sen, hat die deutsche Regierung einen &#8222;Konjunkturplan&#8220; entworfen (falls wir hier von entwerfen sprechen k&#246;nnen) um der deutschen Wirtschaft einen Ansto&#223; zu geben. Dieser enth&#228;lt Ma&#223;nahmen wie die Tilgung von Geld- und Kapitalanlagen f&#252;r kleine und mittelst&#228;ndische Unternehmen sowie Steuererleichterungen - zum Beispiel f&#252;r den Erweb von Autos. Dieser Plan ist jedoch zum Scheitern verurteilt, denn wie bereits die Analyse der &#8222;f&#252;nf Wirtschaftsweisen&#8220; darstellte, verk&#246;rpert er nur ein &#8222;Durcheinander von unvereinbaren Einzelma&#223;nahmen&#8220;. Es handelt sich nicht einmal um einen massiven Investitionsplan, der aufgrund der hohen Staatsverschuldung nach den keynesianischen Postulaten, die wieder einmal hoch im Kurs stehen, implementiert werden m&#252;sste, auch wenn der Keynesianismus selbst nie die wirkliche l&#246;sung akuter Wirtschaftskrisen wie dieser war. (Siehe dazu den Artikel von Paula Bach)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Sozialpolitischer Kontext&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die gegenw&#228;rtige Krise ist in den Kontext einer wachsenden Krise der Glaubw&#252;rdigkeit der b&#252;rgerlichen Demokratie und einer zunehmenden Abnutzung von politischen Vermittlungen einzuordnen. Bayerns strafendes Votum gegen die CSU, die Krise der SPD, die sich nach den Umfragen bei etwa 25% der Stimmen auf nationaler Ebene befindet -ein historischer Tiefstand, der durch das armselige Drama in Hessen noch weiter verst&#228;rkt wird - die Entstehung und Konsolidierung der Partei Die Linke auf Wahlebene und der Mitgliederschwund der DGB-Gewerkschaften (Ende 2007 hatte der DGB 6,4 Millionen Mitglieder, also 150.000 weniger als 2006) - all dies sind Elemente, die die derzeitige Situation brandmarken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Auswirkungen der Krise werden im n&#228;chsten Jahr, im Jahr der Bundestagswahl, noch sichtbarer werden. Die S&#228;ulen des Regimes, also b&#252;rgerliche Parteien wie die CDU oder SPD, werden wahrscheinlich einen populistisch gepr&#228;gten Wahlkampf f&#252;hren, um - wenn die Wahl erst einmal gewonnen ist - den Anpassungsplan bekannt zu geben, den die Bourgeoisie geltend machen wird um die Auswirkungen der Krise auf die Arbeiter zu verlagern. Dies sehen wir bereits in der Rettungsaktion f&#252;r den Bankensektor und auch in der Diskussion &#252;ber die Gew&#228;hrung einer Staatsb&#252;rgschaft f&#252;r Opel, das in den H&#228;nden des Konsortiums General Motors (GM) liegt, die bereits die Angst vor einem &#8222;Risiko einer Bittsteller-Prozession der Branchen zum Staat&#8220; sch&#252;rte, die glauben k&#246;nnten, dass die Automobilbranche aufgrund der Auswirkungen der Krise auf den Finanzm&#228;rkten staatliche Beihilfen einholen k&#246;nnte. (Finanzminister Peer Steinbr&#252;ck-SPD-).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auf der ideologischen Ebene hat die gerade erst beginnende Krise bereits einen Paradigmenwechsel der politischen Diskurse erzeugt, der nicht nur die neoliberalen Postulate in eine Krise wirft, sondern sogar viele der Grundlagen des kapitalistischen Systems als Ganzes in Frage stellt, wie die vehemente Verteidigung, zu der sich einige der Vertreter des Kapitalismus gezwungen sehen, verdeutlicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Weiterhin l&#228;sst sich eine h&#246;here Bereitschaft zum Klassenkampf und zu Forderungen, die reine Lohnverhandlungen weit &#252;bertreffen, beobachten, was auch zu einem deutlichen Anstieg der Streikzeiten im Vergleich zu den Vorjahren gef&#252;hrt hat. Auch wenn die Intensit&#228;t des Klassenkampfes in Deutschland immer noch weit hinter den Dynamiken in anderen l&#228;ndern Europas zur&#252;ckliegt, in denen es wichtige Generalstreiks und Studentenproteste gab wie in Italien, den Generalstreik in Belgien oder den Kampf, den Sektoren des spanischen Proletariats in der Automobilindustrie von Nissan zu tragen beginnen, liegt doch die Bereitschaft f&#252;r Lohnerh&#246;hungen und bessere Arbeitsbedingungen zu streiken auf der Hand.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So forderte die IG Metall trotz der ideologischen Verurteilungen, &#8222;so viel&#8220; in einer sehr prek&#228;ren Situation f&#252;r den &#8222;Standort Deutschland&#8220; zu verlangen, eine Lohnerh&#246;hung von 8%,&#8220; - eine Forderung, die die IG Metall-B&#252;rokratie in der Angst um einen unbestimmten Streik verriet, indem sie schnell eine Einigung hinter dem R&#252;cken der Arbeiter von 4%, also deutlich unter den urspr&#252;nglich geforderten 8%, durchsetzte. Die Eisenbahner-Gewerkschaften Transnet und GDBA, die wiederum eine Erh&#246;hung um 10% f&#252;r ihre Mitglieder ab Februar 2009 fordern (das Enddatum des Tarifvertrags f&#252;r ihre Mitglieder) streben eine &#228;hnliche Tarifvereinbarung wie die der Gewerkschaft GDL (nicht im DGB vertreten) des vergangenen Jahres an.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist zu tun?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angesichts der Katastrophe, die uns der Kapitalismus auferlegt, ist es notwendig, einen Notfallplan zur Verteidigung gegen die Angriffe, die die Bourgeoisie vorbereitet, damit die Arbeiter die Krise zahlen, zu entwickeln. Die Situation auf europ&#228;ischer Ebene und auch in Deutschland in Abh&#228;ngigkeit vom Kurs, den die Krise in Deutschland einschlagen wird, er&#246;ffnet eine Perspektive des massiven Bankrotts von Unternehmen (allen voran von Zulieferanten der Automobilindustrie) und der Reaktion der Arbeiter angesichts von Entlassungen und Werksschlie&#223;ungen, die den Klassenkampf beleben und die M&#246;glichkeit einer starken Radikalisierung desselben bergen.&lt;br class='autobr' /&gt;
Heute geht es um die Verteidigung gegen die Angriffe, die bereits begonnen haben. Es ist auch notwendig, die noch verbleibenden Errungenschaften zu verteidigen, um ihren sich immer weiter vertiefenden Abbau zu verhindern. Selbst w&#228;hrend des Wirtschafts-Booms, im Anschluss an Ma&#223;nahmen zur Flexibilisierung von Arbeit und zum Abbau der Sozialgesetzgebung - besser bekannt als Hartz (Hartz IV) - konnten die Arbeiter, von politischen und gewerkschaftlichen F&#252;hrungen verraten, das Verlorene nicht wiedergewinnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Heute sollen wieder einmal die Arbeiter die Kosten der Krise der Kapitalisten tragen. Um dies zu vermeiden, m&#252;ssen wir ein Pogramm aufstellen, damit diejenigen, die die Krise erschaffen haben, auch daf&#252;r bezahlen: die Kapitalisten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die aktuelle Aufgabe des revolution&#228;ren Marxismus ist es somit, &#8222;den Massen im Verlauf ihres t&#228;glichen Kampfes [zu] helfen, die Br&#252;cke zwischen ihren augenblicklichen Forderungen und dem sozialistischen Programm der Revolution zu finden&#8220;. Jedoch kann diese Br&#252;cke nicht ohne eine Politik gegen&#252;ber ihren politischen und gewerkschaftlichen F&#252;hrungen gebaut werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Kampf f&#252;r die politische Unabh&#228;ngigkeit des Proletariats erfordert zun&#228;chst die Enttarnung der verbrecherischen Politik der B&#252;rokraten des DGB, der IG Metall, ver.di, GEW, usw., die nichts anderes tun, als den Kapitalismus durch ihre unselige Politik der betrieblichen Mitbestimmung zu st&#252;tzen. Sie schwingen Reden &#252;ber die St&#228;rkung des &#8222;Standort Deutschland&#8220; und die Neubelebung der Wirtschaft sowie des Koorporativismus, kurz gesagt, propagieren die Vers&#246;hnung mit dem b&#252;rgerlich demokratischen Regime. Etwa die j&#252;ngste Erkl&#228;rung von hochrangigen Gewerkschaftsf&#252;hrern der IG Metall &#252;ber die Einigung mit den Arbeitgebern in den letzten Kollektivverhandlungen, als der Kreischef Baden W&#252;rttembergs, J&#246;rg Hofmann, sich r&#252;hmte: &#8222;Es ist uns gelungen, in letzter Sekunde einen Arbeitskampf abzuwenden&#8220;. Auch Huber, Leiter der IG Metall, &#228;u&#223;erte sich selbstgef&#228;llig mit dem typischen Sinn f&#252;r Verantwortung des b&#252;rgerlichen B&#252;rokraten: &#8222;ein ordentliches Ergebnis in historisch schwieriger Lage&#8220;[2]. &lt;br class='autobr' /&gt;
Angesichts dieser Situation ist es notwendig, daf&#252;r zu k&#228;mpfen, dass Gewerkschaften in echte Instrumente des Kampfes des gesamten Proletariats verwandelt werden, um somit auch Spaltungen zwischen Besch&#228;ftigten und Arbeitslosen, Einheimischen und Einwanderern zu &#252;berbr&#252;cken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Br&#252;cke sollte aus &#204;bergangsforderungen bestehen, ausgehend von den derzeitigen Bedingungen und dem aktuellen Bewusstsein gro&#223;er Teile der Arbeiterklasse, und letztere zu ein und derselben Schlussfolgerung f&#252;hren: Die Eroberung der Macht durch das Proletariat &#8222;mit dem Ziel der Enteignung der Bourgeoisie&#8220;[3]. So sieht die dringende und strategische Antwort aus, wenn wir Arbeiter nicht am Ende die Kosten der Krise und den Zerfall des kapitalistischen Systems zahlen wollen. Obwohl viele Arbeiter dies zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht so sehen, so k&#246;nnen sie doch die H&#228;rte der Krise und ihre eigenen Erfahrungen im Klassenkampf zu dieser Schlussfolgerung f&#252;hren. Dies ist die schwierige Aufgabe f&#252;r uns und all jene, die f&#252;r sich beanspruchen, Revolution&#228;re zu sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&#214;ffnung der B&#252;cher und Abschaffung von Gesch&#228;ftsgeheimnissen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Trusts haben keine Geheimnisse voreinander. &#8222;In der gegenw&#228;rtigen Epoche ist das Gesch&#228;ftsgeheimnis eine st&#228;ndige Verschw&#246;rung des Monopolkapitals gegen die Gesellschaft.&#8220; Die Bourgeoisie betr&#252;gt die Arbeiter, indem sie sie glauben l&#228;sst, die Wirtschaftspr&#252;fer arbeiteten im Dienste des Staates. Aber das ist nicht wahr. Die Wirtschaftspr&#252;fer werden von den gleichen Unternehmen, die die Pr&#252;fungen veranlassen, bezahlt und sind in ihren Schlussfolgerungen somit nicht im Geringsten unparteiisch, wie es uns vorgespielt wird. &lt;br class='autobr' /&gt;
Ein schockierendes Beispiel daf&#252;r ist die Revision der Hypo Real Estate, die Wirtschaftspr&#252;fer noch im Sommer 2008 und auch im &#8222;Worst-Case-Szenario&#8220; als absolut zahlungsf&#228;hig kategorisierten. Ein paar Wochen sp&#228;ter musste der Staat diese Institution vor dem Konkurs retten. Etwas &#196;hnliches geschah mit der IKB und zwei Jahre zuvor bei der Sachsen LB.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angesichts dieser Tatsachen, die Teil des kapitalistischen Systems und nicht - wie versucht wird uns glauben zu machen - die Fehler von Einzelpersonen oder das Produkt der Gier einiger weniger sind, erkl&#228;ren wir, dass &#8222;die Arbeiter nicht weniger berechtigt als die Kapitalisten sind, die `Geheimnisse' des Betriebs, des Trusts, des Industriezweigs, der gesamten Volkswirtschaft zu kennen. Die Banken, die Schwerindustrie und das zentralisierte Transportwesen m&#252;ssen als erstes unter die Lupe genommen werden&#8220;[4] durch die Selbstorganisationen der ArbeiterInnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Gleitende Skala der l&#246;hne und Verteilung der Arbeitszeit zwischen allen zur Verf&#252;gung stehenden Kr&#228;ften auf Kosten der Reichen und der Kapitalisten&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angesichts der Arbeitslosigkeit und der hohen Lebenskosten ist es notwendig, einen k&#228;mpferischen Plan zu entwickeln, der das Recht auf Arbeit und ein menschenw&#252;rdiges Dasein f&#252;r alle fordert. Den Arbeitern in Deutschland steht immer weniger Geld zum Ausgeben oder Sparen zur Verf&#252;gung. Seit 1991 ist die Kaufkraft der Angestellten und Arbeiter um mehr als 6% gesunken, w&#228;hrend die Inflationsrate 2008 schon 3% &#252;berschritten hatte. Die Gesellschaftsbereiche, die am st&#228;rksten durch die K&#252;rzungspl&#228;ne Agenda 2010 und Hartz IV betroffen sind, &#252;berleben nur schwerlich. Heutzutage ist eine zunehmende Anzahl von Arbeitern auf Sozialhilfe angewiesen, da es ihnen ihre l&#246;hne nicht erm&#246;glichen, bis zum Monatsende zu &#252;berleben. Angesichts dieser Situation ist ein Notfall-Lohn zur Linderung erforderlich. Dar&#252;ber hinaus ist es notwendig, die Forderung nach einem Gehalt, das sich automatisch an die Erh&#246;hung der Lebenshaltungskosten anpasst, zu erheben: &#8222;Die Tarifvertr&#228;ge m&#252;ssen die automatische Erh&#246;hung der l&#246;hne gleichlaufend mit den Preissteigerungen der Verbrauchsg&#252;ter garantieren. Will es sich nicht selbst dem Untergang ausliefern, dann darf das Proletariat nicht dulden, da&#223; ein wachsender Teil der Arbeiterschaft zu chronisch Arbeitslosen, zu Elenden gemacht wird&#8220;. In Deutschland zwingen die Hartz-Gesetze (I-IV) einen Gro&#223;teil des Proletariats dazu, &#8222;von den Kr&#252;meln einer sich zersetzenden Gesellschaft [zu] leben. Das Recht auf Arbeit ist das einzig ernsthafte Recht, das der Arbeiter in einer auf Ausbeutung begr&#252;ndeten Gesellschaft besitzt. Ihm wird jedoch in jedem Augenblick dieses Recht genommen. Gegen die Arbeitslosigkeit - sowohl die strukturelle wie die konjunkturelle - ist es an der Zeit, neben der Parole der &#246;ffentlichen Arbeiten die Losung der Gleitenden Skala der Arbeitszeit auszugeben.&#8220;[5]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Enteignung unter Arbeiterkontrolle aller Unternehmen, die Entlassungen vornehmen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angesichts der rasch voranschreitenden Welle von Entlassungen, die sich zu einem Tsunami zu entwickeln droht, braucht es den Kampf f&#252;r die Enteignungen der Unternehmen, die schlie&#223;en oder ihre Besch&#228;ftigten entlassen. Nat&#252;rlich fordern wir nicht die Verstaatlichung im Sinne des Artikels 15 der deutschen Verfassung, noch die &#8222;Nationalisierungen&#8220; oder Interventionen, wie sie in diesen Tagen bei einigen Banken zu sehen sind. Eigentlich sind diese Ma&#223;nahmen nur von Verwaltern des Kapitals erschaffene &#204;berlebensretter f&#252;r die finanzielle Elite und die wichtigsten Banken, die in Schwierigkeiten sind. Wir, die marxistischen Revolution&#228;re, haben nicht einen Funken Vertrauen in den b&#252;rgerlichen Staat. Um mit Marx zu sprechen: der Staat ist und bleibt der Verwalter der Bourgeoisie, das Organ, wo die im Widerspruch zueinander stehenden Grundlagen f&#252;r das &#204;berleben und den Gewinn seiner Klasse, d.h. der Bourgeoisie, gelegt werden.&lt;br class='autobr' /&gt;
Angesichts dieser Analyse gilt entsprechend: &#8222;Die Besitzenden und ihre Anw&#228;lte werden die &#8222;Unm&#246;glichkeit der Verwirklichung&#8220; dieser Forderungen darlegen. Die Kapitalisten von geringerer Statur, insbesondere diejenigen, die dem Ruin entgegengehen, werden au&#223;erdem auf ihre Buchf&#252;hrung verweisen. Die Arbeiter werden kategorisch diese Argumente und Empfehlungen abweisen. Es handelt sich nicht um den &#8222;normalen&#8220; Zusammensto&#223; entgegengesetzter materieller Interessen. Es geht darum, das Proletariat vor Verfall, Demoralisierung und Ruin zu bewahren. Es geht um Leben und Tod der einzig sch&#246;pferischen und fortschrittlichen Klasse und damit um die Zukunft der Menschheit selbst. Wenn der Kapitalismus unf&#228;hig ist, die Forderungen zu befriedigen, die unausweichlich aus den &#204;beln hervorgehen, die er selbst erzeugt hat, dann soll er untergehen! Die &#8222;M&#246;glichkeit&#8220; oder &#8222;Unm&#246;glichkeit&#8220;, diese Forderungen zu verwirklichen, ist hierbei eine Frage des Kr&#228;fteverh&#228;ltnisses, die nur durch den Kampf gel&#246;st werden kann. Auf der Grundlage dieses Kampfes werden die Arbeiter - was auch immer seine unmittelbaren praktischen Erfolge sein m&#246;gen - am besten die Notwendigkeit begreifen, die kapitalistische Sklaverei zu liquidieren.&#8220;[6]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Enteignung ohne Abfindungen der Privatbanken, Verstaatlichung des Kreditsystems und Vereinigung in einer Bank in Staatshand unter Arbeiterkontrolle&lt;br class='autobr' /&gt;
Die Anbieter von Finanzdienstleistungen[7] wurden durch die Regierungspl&#228;ne und unter Zustimmung aller parlamentarischen Oppositionsparteien einschlie&#223;lich Die Linke gerettet. Sie stimmte zwar im Bundestag gegen den Rettungsplan, im Bundesrat jedoch, wo ihre Stimmen h&#246;here Relevanz hatten, stimmte die Linke zu. Und nun werden diese Branchen, die riesige Gewinne akkumulierten, ihre Verluste sozialisieren. Der deutsche Versicherungsmarkt ist, in Bezug auf sein Pr&#228;mieneinkommen, der viert st&#228;rkste der Welt und der weltweit erste f&#252;r R&#252;ckversicherungen. Transnationale Zusammenschl&#252;sse, wie die Allianz, M&#252;nchener R&#252;ck und Deutsche Bank geh&#246;ren zu den wichtigsten Global Player. Die Deutsche Bank zum Beispiel besitzt einen Marktanteil von 21,7% und ist somit unter den ersten der Divisenspekulanten vertreten. An der gr&#246;&#223;ten Derivateb&#246;rse (Terminb&#246;rse) Europas in Frankfurt, Eurex, wird das BIP Deutschlands jeden Tag sechzigmal in Wertpapieren fiktiven Kapitals umgesetzt. Unter den Top 5 der Kreditanleger finden wir zun&#228;chst die Deutsche Bank mit einer Bilanzsumme von 2020 Milliarden Euro, die Commerzbank (616 Milliarden), Dresdner Bank (500 Milliarden), HypoVereinsbank (422 Milliarden) und Hypo Real Estate (400 Milliarden).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In einem imperialistischen Land wie Deutschland dominiert nat&#252;rlich das Finanzkapital. Banken wie die Deutsche Bank sind die wirklichen F&#252;hrungskr&#228;fte der Wirtschaft. Schon ein Blick auf die j&#252;ngsten Regierungsma&#223;nahmen gen&#252;gt: die Koalition beschloss 2008 Steuerschenkungen f&#252;r Private-Equity-Fonds und die Liberalisierung des Kapitalverkehrs, d.h. die Fonds legen ihr Verm&#246;gen in mittelst&#228;ndischen Unternehmen, die nicht an der B&#246;rse notiert sind, an. Auf diese Weise ziehen sie einen erheblichen Teil des Mehrwerts der Arbeitereinkommen ab. Der Koalitionsvertrag zwischen der SPD und CDU von 2005 bestimmte die ausdr&#252;ckliche Unterst&#252;tzung f&#252;r die Innovation der Produkte und Vertriebskan&#228;le, also die Verbriefung von Krediten in handelbare Wertpapiere und die Erweiterung der Anlagem&#246;glichkeiten f&#252;r &#246;ffentlich-private Gesellschaften (Public Private Partnerships). 2004 bereitete die rot-gr&#252;ne Koalition den Weg f&#252;r die so genannten Hedge-Fonds, hoch riskante und stark spekulative Institutionen. &lt;br class='autobr' /&gt;
Im Jahr 2003 f&#246;rderte die Bundesregierung durch steuerliche Vorteile die Verbriefung von Krediten zu Wertpapieren. Und 2002 verabschiedete sie das Wertpapiererwerbs-und &#204;bernahmegesetz als w&#252;rdigen Nachfolger von Ma&#223;nahmen zur F&#246;rderung des Finanzsektors fr&#252;herer Koalitionen. Dieses Gesetz lockerte die Anforderungen f&#252;r Unternehmen an der B&#246;rse, erweiterte die M&#246;glichkeiten von Investmentfonds und erm&#246;glichte den Handel mit Derivaten, auch in der Immobilienbranche.&lt;br class='autobr' /&gt;
Wie wir sehen, sind diese von der rot-gr&#252;nen Regierungskoalition eingef&#252;hrten und nun durch die Gro&#223;e Koalition weiterentwickelten Ma&#223;nahmen deutliche Schritte zur Umsetzung rechtlicher Rahmenbedingungen, die es den deutschen Finanzkonzernen erm&#246;glichen werden, unter vollkommen freier Verf&#252;gung zu agieren. Es handelt sich hier also nicht, wie uns die Kanzlerin Angela Merkel glauben machen will, um arme Schweinchen, die unter den Folgen der Misswirtschaft des US-amerikanischen Kapitals leiden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Heute werden wir Arbeiter und Arbeiterinnen dazu aufgerufen, die Kosten der Krise zu tragen, die sie in ihrem Streben nach Aufbesserung ihrer Konten geschaffen haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um uns vor der Krise zu retten, muss der Willk&#252;r des Monopols und der Anarchie des Kapitalismus ein Ende gesetzt werden. Und es ist &#8222;unm&#246;glich, auch nur einen ernsthaften Schritt vorw&#228;rts zu tun im Kampf gegen die Despotie der Monopole und die kapitalistische Anarchie (die sich gegenseitig in ihrem Zerst&#246;rungswerk erg&#228;nzen), wenn man die Steuerhebel der Banken in den H&#228;nden raubgieriger Finanzmagnaten bel&#228;&#223;t. Um ein einheitliches Investitions- und Kreditsystem zu schaffen, das nach einem rationellen Plan arbeitet, der den Bed&#252;rfnissen des ganzen Volkes entspricht, mu&#223; man alle Banken in einer einzigen nationalen Institution zusammenfassen. Erst die Enteignung der Privatbanken und Vereinigung des Kreditsystems in Staatshand verschaffen dem Staat die notwendigen, wirksamen - und d.h. materiellen und nicht nur erdachten b&#252;rokratischen - Mittel f&#252;r die wirtschaftliche Planung.&#8220;[8]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Enteignung aller Konzerne und der Produktion unter Arbeiterkontrolle&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Ansammlung von Gro&#223;konzernen verleiht ihnen weitreichende politische Befugnisse, die sie in Zeiten wirtschaftlicher Prosperit&#228;t f&#252;r ihre Gewinnsteigerung nutzen und in Krisenzeiten, um die Auswirkungen der Krise an ihre Besch&#228;ftigten weiterzugeben, damit ihre Gewinnspannen erhalten oder ihre Verluste verringert werden, und vor allem um zu &#252;berleben. Der Allianzkonzern hat beispielsweise trotz seiner Rekordgewinne 2007 450 Mitarbeiter entlassen. Es gibt noch gravierendere Beispiele, wie die Entlassung von 20.000 Arbeiter bei BASF. Andere Konzerne, wie die Aldi-Br&#252;der (obwohl sie juristisch nicht den Titel eines Konzerns innehaben) - &#252;brigens die reichsten Personen Deutschlands - oder auch Lidl haben in diesen Jahren alles zur Verhinderung der gewerkschaftlichen Organisierung ihrer Angestellten getan, bis hin zu Spionage in gro&#223;em Ma&#223;stab unter ihren Angeh&#246;rigen. Andere, wie die Energie-Giganten RWE, die etwa 80% des Gasversorgungsnetzes besitzen, oder E.ON beschlie&#223;en beliebige Preiserh&#246;hungen f&#252;r ihre Dienstleistungen - die Liste ist lang. Um zu verhindern, dass solche Konzerne beliebig &#252;ber Preiserh&#246;hungen oder Entlassungen von Mitarbeitern entscheiden, wenn die Gewinne nicht au&#223;erordentlich genug sind, ist ein politischer Plan notwendig, der offenbart, was die eigentlichen Gewinne dieser Branchen und was die sozialen Kosten sind. Hierf&#252;r ist die Produktion unter Arbeiterkontrolle erforderlich. Dies ist ein grundlegendes Werkzeug, um: &#8222;die Kulissenschiebereien und den Schwindel der Banken und Trusts blo&#223;zustellen und schlie&#223;lich, vor den Augen der Gesellschaft, die gewissenlose Vergeudung menschlicher Arbeitskraft zu enth&#252;llen, die das Ergebnis kapitalistischer Anarchie und Profitjagd ist.&#8220;[9]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Alle diese Forderungen sind dringende Ma&#223;nahmen, um sicherzustellen, dass nicht die Arbeiter oder die Jugend die Kosten der Krise tragen werden. Von der ersten bis zur letzten - alle nur durch gro&#223;e revolution&#228;re Umw&#228;lzungen der Arbeiter m&#246;glich - zielen diese Forderungen auf die eigentliche Frage, n&#228;mlich den Klassencharakter des b&#252;rgerlichen Staates und das Privateigentum an Produktionsmitteln, die zwei Krebsarten, die unser gesellschaftliches Leben erkranken lassen. Das ist es, was ein revolution&#228;res Programm von einem reformistischen wie dem der Partei Die Linke grundlegend unterscheidet, da sie im besten Fall versucht den &#8222;Kapitalismus zu humanisieren&#8220;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Heute m&#252;ssten sich die Arbeiter mit einem Programm zur Verteidigung ihrer Eroberungen und zum Schutz vor den kommenden Angriffen wappnen - eine Vorbereitung f&#252;r die harten K&#228;mpfe, die vor uns liegen. Jede Eroberung, die wir zu verteidigen wissen, wird zu einer Festung, von der aus das Proletariat zu gegebener Zeit seinen Gegenangriff starten kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angesichts der aktuellen Krise des Kapitalismus, die jede Politik der Sozialpartnerschaft zwischen Arbieter und Kapitalisten aus Friedenszeiten &#252;ber Bord wirft, muss die Notwendigkeit aufgezeigt werden, der Unterordnung unter die kapitalistische Politik ein Ende zu setzten, die sich dem Erhalt des &#8222;Standort Deutschland&#8220; verschrieben hat. Es ist von N&#246;ten, von den Gewerkschaften ein unabh&#228;ngiges Arbeiterprogramm einzufordern, das die Einheit in den Arbeiterreihen sicherstellt und Besch&#228;ftigte und Arbeitslose, Leiharbeiter und Festangestellte verbindet. Au&#223;erdem sollten Gewerkschaften sich der Verteidigung von MigrantInnen annehmen, auf die zuallererst die Auswirkungen der Wirtschaftskrise abgew&#228;lzt werden. In Deutschland gibt es rund anderthalb Millionen Einwanderer ohne Papiere, die, wenn sie in Zeiten des wirtschaftlichen Wachstums als ein notwendiges &#204;bel akzeptiert wurden, heute die ersten sein werden, die unter Arbeitslosigkeit sowie fremdenfeindlichen (xenophobischen) und rassistischen Angriffen zu leiden haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F&#252;r die Regularisierung aller Einwanderer ohne Papiere sowie die Einstellung aller Anti-Einwanderungs-Gesetze w&#228;re eine Einheitsfront notwendig. Aber diese kann nur erreicht werden, wenn wir uns von unten organisieren, in Versammlungen diskutieren und abstimmen, wenn wir k&#228;mpferische Betriebsr&#228;te in Unternehmen erschaffen, die die B&#252;rokraten dazu zwingen, weiter zu gehen und, falls sie sich verweigern sollten, &#252;ber sie hinweg zu gehen wissen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wahrscheinlich stehen wir vor einem historischen Wendepunkt. Die Zukunft der Menschheit im n&#228;chsten historischen Zeitraum ist von der Reaktion der Arbeiterklasse auf die Angriffe durch die Imperialisten, wie der deutschen Bourgeoisie, abh&#228;ngig. Heute haben wir mehr denn je die Aufgabe, eine revolution&#228;re politische Alternative aufzubauen, die in der Lage ist, die Massen f&#252;r einen erbitterten Kampf ums &#204;berleben vorzubereiten. &lt;br class='autobr' /&gt;
Zur Erf&#252;llung dieser Aufgabe sollten marxistischen Revolution&#228;re diese Situation nutzen, in der die herrschende Ideologie der letzten 30 Jahren einen t&#246;dlichen Schlag erlitten hat. Angesichts des Revisionismus, der heute durch die reformistische Partei Die Linke verk&#246;rpert wird, die versucht, sich die Ideen von Marx anzueignen und sie ihrer revolution&#228;ren Inhalte zu entleeren, stehen wir heute vor einer wichtigen ideologischen Auseinandersetzung und haben die dringende Aufgabe inne, eine revolution&#228;re Aktion der Massen zu entwickeln, den revolution&#228;ren Marxismus zu aktualisieren und den Kapitalismus zu st&#252;rzen. Dies w&#228;re der beste Tribut, den wir den Revolution&#228;ren, die in der heldenhaften Novemberrevolution von 1918/1919 get&#246;tet wurden, zahlen k&#246;nnen. Die Bourgeoisie und ihre Handlanger der Sozialdemokratie bek&#228;mpften sie mit allen Formen der konterrevolution&#228;ren Gewalt. um ihre etablierte Ordnung aufrechtzuerhalten, deren Folgen sp&#228;ter den Weg f&#252;r dennationalsozialistischen Aufstieg bereiteten. &lt;br class='autobr' /&gt;
Dies ist ein gutes Beispiel, um daran zu erinnern, wie die Geschichte des gesamten zwanzigsten Jahrhunderts uns zeigt, dass der Kapitalismus seine Krisen noch nie friedlich &#252;berwinden konnte und dies auch in Zukunft nicht tun wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die gro&#223;e Debatte, die die Avantgarde in Deutschland durchlief, wiederholt sich hundert Jahre sp&#228;ter: F&#252;r einige geht es nun um die Erneuerung des Kapitalismus; andere bestehen kurzsichtig auf dem Versuch, ihn zu &#8222;vermenschlichen&#8220;. Wir sind diejenigen, die nie Zweifel an der Notwendigkeit hatten, ihn durch die revolution&#228;re Aktion der Massen zu st&#252;rzen. Das Dilemma von Reform oder Revolution, auf geniale Weise von Rosa Luxemburg formuliert, eines Regimes, dass heute in seinem Zerfall unreformierbar ist, kann nur die Verwirrung der besten Elemente der Arbeiterklasse und Jugend vorbereiten und uns zu neuen und noch tragischeren Krisen f&#252;hren. Nur eine Revolution kann die Katastrophe verhindern.&lt;/p&gt;
&lt;hr class=&#034;spip&#034; /&gt;
&lt;p&gt;[1] Wirtschaftsweise zerpfl&#252;cken Konjunkturprogramm der Bundesregierung, Spiegel Online 12.11.2008&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;[2] Tarifrunde: IG Metall gibt nach. JungeWelt, 13.11.2008.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;[3] Trotzki, L.: Das &#204;bergangsprogramm&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;[4] Trotzki, L.: Das &#204;bergangsprogramm&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;[5] Trotzki, L.: Das &#204;bergangsprogramm&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;[6] Trotzki, L.: Das &#204;bergangsprogramm&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;[7] Finanzdienstleistungen sind zum Beispiel Anlagevermittlung und -beratung, Vermittlung von Aktien, Anleihen, Fonds und anderen Finanzierungsinstrumenten, Finanzportfolioverwaltung und die Kreditwirtschaft.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;[8] Trotzki, L.: Das &#204;bergangsprogramm&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;[9] Trotzki, L.: Das &#204;bergangsprogramm&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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		<title>Zur Situation von Fl&#252;chtlingen in Deutschland</title>
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&lt;p&gt;Der k&#252;rzliche Freispruch der Polizisten, die den Asylbewerber Oury Jalloh in seiner Zelle verbrennen lie&#223;en, ist ein drastisches Beispiel f&#252;r Polizeigewalt und ihre staatliche Legitimierung gegen&#252;ber Fl&#252;chtlingen und MigrantInnen .Der Abbau der demokratischen Rechte in Deutschland als Pr&#228;ventivma&#223;nahme gegen m&#246;glichen gesellschaftlichen Widerstand betrifft bisher vor allem die linke Avantgarde und MigrantInnen. Die Kriminalisierung, Ausbeutung und Repression gegen die etwa 7 Millionen (&#8230;)&lt;/p&gt;


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&lt;a href="https://www.estrategiainternacional.org/Articulos-en-aleman" rel="directory"&gt;Art&#237;culos en alem&#225;n&lt;/a&gt;

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&lt;a href="https://www.estrategiainternacional.org/Europa" rel="tag"&gt;Europa&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://www.estrategiainternacional.org/Movimiento-Obrero" rel="tag"&gt;Movimiento Obrero&lt;/a&gt;, 
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 <content:encoded>&lt;img src='https://www.estrategiainternacional.org/local/cache-vignettes/L150xH74/arton1659-c884c.jpg?1695922869' class='spip_logo spip_logo_right' width='150' height='74' alt=&#034;&#034; /&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Der k&#252;rzliche Freispruch der Polizisten, die den Asylbewerber Oury Jalloh in seiner Zelle verbrennen lie&#223;en, ist ein drastisches Beispiel f&#252;r Polizeigewalt und ihre staatliche Legitimierung gegen&#252;ber Fl&#252;chtlingen und MigrantInnen .Der Abbau der demokratischen Rechte in Deutschland als Pr&#228;ventivma&#223;nahme gegen m&#246;glichen gesellschaftlichen Widerstand betrifft bisher vor allem die linke Avantgarde und MigrantInnen. Die Kriminalisierung, Ausbeutung und Repression gegen die etwa 7 Millionen legalisierten MigrantInnen sind allerdings nichts Neues in Deutschland. Den &#204;berwachungs- und Repressionsmechanismen des b&#252;rgerlichen Staates am st&#228;rksten ausgesetzt sind jedoch die ca. 1,5 Millionen in Deutschland lebenden MigrantInnen und Fl&#252;chtlinge mit prek&#228;rem/ungesichertem Aufenthalt oder ohne Papiere. &#204;ber ihre Lebensbedingungen und M&#246;glichkeiten des Widerstands f&#252;hrten wir ein Interview mit Johanna Steinbach (von der Initiative von und f&#252;r Fl&#252;chtlinge aus Berlin).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was charakterisiert den &#8222;rechtlichen Status&#8220; von Fl&#252;chtlingen mit ungesichertem Aufenthalt?&lt;br class='autobr' /&gt;
Fl&#252;chtlinge mit ungesichertem Aufenthalt meint ja haupts&#228;chlich die Menschen, die hier als Fl&#252;chtlinge hergekommen sind, Asyl beantragt haben und dies abgelehnt wurde, wie es meistens der Fall ist. Ohne hier zu sehr ins Detail zu gehen, kann man sagen, dass das Recht auf Asyl 1993 im Zuge des sogenannten Asylkompromisses abgeschafft wurde. Unter anderem weil die Einf&#252;hrung einer Liste angeblich sicherer Herkunftsstaaten Verfolgung in vielen l&#228;ndern der Welt pauschal ausschloss. Seit dieser Zeit ist die Situation von Fl&#252;chtlingen mit ungesichertem Aufenthalt hier in Deutschland durch Sondergesetze gepr&#228;gt. Das ist zum Beispiel das Asylbewerberleistungsgesetz, das Geduldete und Asylbewerber unter das Existenzminimum f&#252;r deutsche Staatsb&#252;rger setzt: Sie bekommen wesentlich weniger Sozialhilfe, zum Teil als Sachleistungen und m&#252;ssen in den meisten Bundesl&#228;ndern in so genannten Gemeinschaftsunterk&#252;nften, also Lagern, leben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was bestimmt die &#8222;reale Lebenssituation&#8220; f&#252;r Fl&#252;chtlinge mit ungesichertem Aufenthalt in diesen Lagern?&lt;br class='autobr' /&gt;
Die so genannte Residenzpflicht, eine Wohnsitzauflage, beschr&#228;nkt ihren Aufenthalt auf den Landkreis des Lagers, dem sie zugewiesen wurden - und sichert den &#8222;beh&#246;rdlichen Zugriff&#8220;, so steht's im Gesetz. Die Residenzpflicht ist ein Beispiel daf&#252;r, dass Asylbewerber und Geduldete strafrechtlich verfolgt werden k&#246;nnen wegen Dingen, die nur in ihrem Fall, wegen ihrem rechtlichen Status &#252;berhaupt strafbar sein k&#246;nnen: zum Beispiel n&#228;mlich, wenn sie von Sachsen-Anhalt nach Berlin fahren! Au&#223;erdem bekommen Asylbewerber Chipkarten, mit denen sie nur in bestimmten Superm&#228;rkten einkaufen k&#246;nnen. Sie haben kein Anrecht auf angemessene medizinische Versorgung, weiterhin d&#252;rfen sie nicht arbeiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn man das mal etwas abstrakter fasst, bedeutet all dies, dass ihre Lebenssituation von einem engmaschigen Netz beh&#246;rdlicher Kontrolle, eben von &#204;berwachung gepr&#228;gt ist - der Gang zur Ausl&#228;nderbeh&#246;rde kann jeden Monat verlangt werden. Au&#223;erdem sind sie in jeglicher Hinsicht an den Rand der Gesellschaft gedr&#228;ngt und isoliert. Die Lager sind &#252;brigens eigentlich f&#252;r die Staatskassen wesentlich teurer als Wohnungen zu finanzieren - aber der damit verbundene Zweck der Ausgrenzung, der Isolierung, wiegt offenbar h&#246;her.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Fl&#252;chtlinge in Deutschland sind also besonderen Kontrollmechanismen ausgesetzt. Welche sind diese neben der Lagerpolitik?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Neben den Kontrollmechanismen, die ich schon genannt habe, gibt es noch die staatliche Kontrolle, die bis weit in die Privatsph&#228;re vordringt: die &#204;berpr&#252;fung von Eheschlie&#223;ungen wegen dem Verdacht der Scheinehe, DNA-Tests, um Vaterschaften zu &#252;berpr&#252;fen - auch hier ist zu beobachten, dass das &#8222;Erschleichen&#8220; des Aufenthalts verhindert werden soll. Der Ausbau solcher &#204;berwachungsma&#223;nahmen zeigt sich neben der neuerdings vereinfachten M&#246;glichkeit f&#252;r Beh&#246;rden, DNA-Tests durchzuf&#252;hren, auch in Sicherheitsbefragungen, die seit diesem Jahr vielfach Auflage sind, um einen Aufenthaltstitel zu erhalten. Diese Befragungen dienen der Kontrolle von Personen aus vor allem islamisch gepr&#228;gten l&#228;ndern, sie m&#252;ssen eine Liste von etwa 500 Organisationen durchgehen und angeben, ob sie zu diesen schonmal Kontakt gehabt haben. Aufgelistet sind von kurdischen Organisationen, &#252;ber islamische und islamistische bis hinzu Widerstandsbewegungen - alles.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wozu dient diese akribische Ausforschung und Kontrolle?&lt;br class='autobr' /&gt;
Die Kontrollmechanismen dienen letztendlich der Unterdr&#252;ckung und der Abschottung und verfolgen das Ziel, die Leute zur Ausreise zu bewegen oder eben erst gar nicht zur &#8222;Einreise&#8220;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und dann wiederum ist gerade seit dem so genannten Zuwanderungsgesetz, in den letzten Jahren, seit 2005 also, deutlicher denn je der staatliche Wille zu erkennen, &#8222;Illegalit&#228;t&#8220; zwar offiziell verhindern zu wollen, inoffiziell aber geradzu zu f&#246;rdern. Ein gutes Beispiel hierf&#252;r sind die sogenannten Ausreiselager: Mit dem Zuwanderungsgesetz wurde den Bundesl&#228;ndern die M&#246;glichkeit gegeben, Lager f&#252;r Ausreisepflichtige zu schaffen, wo diese &#8222;durch Betreuung und Beratung&#8220;, so steht das im Aufenthaltsgesetz, zur &#8222;freiwilligen Ausreise&#8220; bewegt werden sollen. Die Lebensbedingungen in diesen Ausreiselagern sind so miserabel, dass es niemand lange dort aushalten kann. Die Leute werden in die Peripherie verbannt, meistens in alte Kasernen. Sie bekommen 20 Euro im Monat. In dem Ausreiselager in Berlin, in der Motardstra&#223;e, liefert Dussmann, das &#8222;Kulturkaufhaus&#8220;, Essenspakete - abgelaufene und verschimmelte Lebensmittel!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Jedenfalls verlassen viele Fl&#252;chtlinge diese Lager und tauchen unter - und diese werden dann wiederum offiziell als &#8222;Erfolg&#8220; gewertet, also als &#8222;freiwillige R&#252;ckkehrer&#8220; deklariert, w&#228;hrend sie illegalisiert hier leben.&lt;br class='autobr' /&gt;
Alles in Allem w&#252;rde ich sagen, dienen Fl&#252;chtlinge durch die Rechtssprechung und die Position, in die sie durch diese gebracht werden sollen und durch die &#246;ffentliche Legitimierung dieses Umgangs mit ihnen als S&#252;ndenbock. Sie sind Menschen vierter Klasse und nehmen damit nat&#252;rlich f&#252;r die Herrschenden eine ganz bestimmte Funktion ein, indem es auch unterhalb der absolut Prekarisierten noch was gibt sozusagen auf den man alles abw&#228;lzen kann: Terrorgefahr, Kriminalit&#228;t etc.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie begegnen Fl&#252;chtlinge diesen Unterdr&#252;ckungsinstrumenten?&lt;br class='autobr' /&gt;
Die Leute arbeiten, fahren aus den Lagern in der Peripherie in die gr&#246;&#223;eren St&#228;dte, versuchen da irrgeul&#228;r Fu&#223; zu fassen, was den Umst&#228;nden entsprechend und eben auch nicht zuf&#228;llig ja auch oft gelingt. Sie besuchen die Sprachkurse, die umsonst angeboten werden - sie machen eigentlich all das, was mit &#8222;sich integrieren&#8220; im Sinne der bundespolitischen Mainstreams gemeint ist - nur dass es der Rechtsstatus eben nicht vorsieht. Was am Beispiel der &#8222;irregul&#228;ren Migration&#8220; sehr gut erkennbar ist, finde ich, ist, dass die Repressalien gegen&#252;ber MigrantInnen und Fl&#252;chtlingen eben immer auch ein Reagieren auf solche migrantischen Strategien sind: Die Leute werden nicht nur &#8222;nicht rein gelassen&#8220;, sondern ihre Strategien werden allen Fl&#252;chtlingen und MigrantInnen mit ungesichertem Aufenthalt in Form von dem Generalverdacht, sich politisches Asyl erschleichen zu wollen, dem Generalverdacht, Identit&#228;t zu f&#228;lschen usw. vorgehalten und auch gesetzlich festgeschrieben. Das Migrationsregime, so kann man sagen, steht in st&#228;ndiger Wechselwirkung mit den Strategien der MigrantInnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Welche politischen Reaktionen, welche Bewegungen k&#228;mpfen mit welchen Strategien gegen die Repression gegen&#252;ber Fl&#252;chtlingen?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zun&#228;chst einmal gibt es die Selbstorganisationen von Fl&#252;chtlingen und Geduldeten, die auch z.T. bundesweit vernetzt sind. Die Karavane ist eine davon, die Fl&#252;chtlingsinitiative Berlin-Brandenburg oder The Voice zum Beispiel. Manche andere, so wie &#8222;Jugendliche ohne Grenzen&#8220; arbeiten sehr eng mit Lobbyorganisationen, wenn man sie so nennen kann, wie zum Beispiel den Fl&#252;chtlingsr&#228;ten zusammen. Die Selbstorganisationen dagegen machen zwar auch Aktivit&#228;ten mit Unterst&#252;tzergruppen zusammen, betonen aber ausdr&#252;cklich, dass sie nur ihre eigene Lobby sein k&#246;nnen und orientieren sich dabei auch stark an der Widerstandsbewegung der sans papiers in Frankreich. Die Selbstorganisationen, fordern das, was sie sowieso praktizieren: Bewegungsfreiheit und Meinungsfreiheit vor allem. Sie berufen sich damit zwar auf Menschenrechte, aber wie kanakattak zum Beispiel sagt, fordern sie Rechte, keine Gesetze. Lobbyorganisationen hingegen gehen in Gesetzesdetails, werten sie aus, stellen konkrete Detailverbesserungs-Forderungen auf Gesetzesebenen. Antirassistische Bewegungen wie kanakattak kritisieren das nat&#252;rlich, weil Widerstand gegen die im Gesetz verankerten rassistischen Strukturen ihrer Meinung nach nicht innerhalb dieser Logik stattfinden kann.&lt;br class='autobr' /&gt;
Kannakattak ist &#252;brigens eine der wenigen Initiativen, die die Situation von MigrantInnen mit der von Fl&#252;chtlingen einerseits verkn&#252;pfen in ihrer antirassistischen Kritik und andererseits das Ganze eben mit der gesamtgesellschaftlichen Lage, der Repression einerseits und des Arbeitskampfes andererseits in Verbindung setzen. Ansonsten kann man noch sagen, dass the voice als eine der Widerstandsorganisationen, die ich genannt habe, stark auf kolonialistische und imperialistische Zusammenh&#228;nge verweist und zum Beispiel ihre Forderungen immer wieder aus dem Slogan &#8222;Wir sind hier, weil ihr unsere l&#228;nder zerst&#246;rt habt&#8220; herleiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Welche M&#246;glichkeiten des &#8222;eigenen&#8220; - migrantischen Widerstandes gibt es?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Man kann sich vorstellen, dass die Verteilung und Unterbringung in Lagern und der &#8222;beh&#246;rdliche Zugriff&#8220; der damit jederzeit verbunden sein soll, nicht gerade die M&#246;glichkeiten der Zusammenkunft und des organisierten politischen Widerstands vereinfacht. Zudem haben viele Leute, gerade im Asylverfahren, meiner Erfahrung nach, einfach Angst, aktiv zu werden, weil es von Seiten der Beh&#246;rden oder Gerichte gegen sie ausgelegt werden kann - was tats&#228;chlich auch passiert. Leute die Filme &#252;ber das Leben in Lagern gedreht haben zum Beispiel hatten danach Probleme mit der Ausl&#228;nderbeh&#246;rde. Wie die Lager von Innen aussehen, soll offensichtlich nicht im Detail an die &#214;ffentlichkeit geraten - daf&#252;r gibt es zahlreiche Beispiele.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Sommer diesen Jahres gab es einen Aufstand der Lagerbewohner in Katzh&#252;tte, bei Saalfeld in Th&#252;ringen. Durch mehrere Demonstrationen und Aktionen wurde zwar einerseits bewirkt dass viele der dort lebenden Familien in Wohnungsn umziehen konnten - insbesondere Familien mit Kindern, die wegen des Schimmels an den W&#228;nden im Lager bereits Atemwegserkrankungen hatten. Leider ist der Aktivismus seitens der Leute, die dann in Wohnungen lebten eingeschlafen, es gab aber auch Personen, auch Familien, die im Lager wohnen geblieben sind, um weiter zu machen mit den Protesten bis es geschlossen wird. Motiviert von dieser Aktion haben auch Bewohner anderer Lager sich zusammengeschlossen und die Stimme erhoben. Das Ganze lief nicht immer unproblematisch ab: einem der Anf&#252;hrer sozusagen der Bewegung wurde mehrfach die Abschiebung ( auch durch Abschiebeknast) angedroht. Das erinnert mich au&#223;erdem an eine rechtliche Regelung, die es fr&#252;her gab: Wenn Fl&#252;chtlinge sich in Deutschland weiter politisch gegen das Regime oder die Regierung ihres Herkunftlandes auflehnten, engagierten, konnten sie noch vor einigen Jahren &#8222;Asylfolgegr&#252;nde&#8220; geltend machen. Mittlerweile hat sich das ge&#228;ndert, was bedeutet, dass Du trotz der Fortsetzung Deines politischen Aktivismus hier abgeschoben werden kannst in ein Land, wo Du deswegen im Zweifel verfolgt wurdest oder wirst. Auch hier sind die M&#246;glichkeiten also eingeschr&#228;nkt. Die Situation von Fl&#252;chtlingen und MigrantInnen ist nat&#252;rlich nie von der globalen oder - auch politischen -Situation in ihren Herkunftsl&#228;ndern zu trennen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Welche, aus der von Dir geschilderten Situation von Fl&#252;chtligen resultierende Forderungen w&#252;rdest Du an linke Kr&#228;fte in Deutschland herantragen?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Abschaffung der Duldung!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Abschaffung von Abschiebung und Abschiebekn&#228;sten!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Legalisierung aller Arbeitsverh&#228;ltnisse!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schlu&#223; mit - auch menschenrechtlicher - Doppelmoral,&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schlu&#223; mit Kriminalisierung, Bespitzelung und Ausbeute!&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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		<title>Todestag von Rosa Luxemburg</title>
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		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Antje Berlinger, Internationaler Klassenkampf </dc:creator>


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		<description>&lt;p&gt;Die &#187;Rote Rosa&#171; war einer der wichtigsten F&#252;hrerinnen des deutschen Proletariats...&lt;/p&gt;

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&lt;a href="https://www.estrategiainternacional.org/Historia" rel="tag"&gt;Historia&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://www.estrategiainternacional.org/Alemania" rel="tag"&gt;Alemania&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Die &#187;Rote Rosa&#171; war einer der wichtigsten F&#252;hrerinnen des deutschen Proletariats. Sie war Philosophin, Politikerin, internationalistische Revolution&#228;rin und marxistische Theoretikerin.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;1914, nach der Unterst&#252;tzung der SPD f&#252;r den Ersten Weltkrieg, gr&#252;ndete sie zusammen mit Karl Liebknecht, Franz Mehring und Clara Zetkin den Spartakusbund. Wie Liebknecht wurde sie aufgrund ihres aktiven Widerstands gegen den Krieg verhaftet und durch die Revolution vom November 1918 befreit. Im Januar 1919 beteiligte sie sich an der Gr&#252;ndung der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD), wurde aber von den konterrevolution&#228;ren Kr&#228;ften am 15. Januar 1919 ermordet. Nach der Russischen Revolution von 1905 entwickelte sich eine harte Auseinandersetzung mit Karl Kaustky &#252;ber die Rolle der Massen in der Revolution und die Notwendigkeit f&#252;r eine revolution&#228;re Orientierung. Sie diskutierte auch mit Lenin, mit dem Luxemburg Differenzen in Bezug auf die Politik gegen&#252;ber der nationalen Frage hatte und wegen des Verh&#228;ltnisses zwischen der revolution&#228;ren Partei und der spontanen Massenbewegungen. Im Jahre 1917 kritisierte sie auch die Politik der Bolschewiken der Verfassungsgebenden Versammlung. Im Gegensatz zur gesamten Sozialdemokratie und deren historischen F&#252;hrern wie beispielsweise Kautsky, war sie eine &#252;berzeugte Anh&#228;ngerin der Oktoberrevolution und der Diktatur des Proletariats. Jahre sp&#228;ter versuchten viele Skeptiker, einen angeblichen &#187;Spontaneismus&#171; der Massen im Gegensatz zur Notwendigkeit des Aufbaus einer revolution&#228;ren Partei mit Luxemburgs Namen zu rechtfertigen beziehungsweise die Russische Revolution zu verunglimpfen. Eine absolute Fehlzuschreibung dieser Revolution&#228;rin, die ihr Leben dem Aufbau einer internationalistischen und revolution&#228;ren Arbeiterpartei, sowie dem Kampf f&#252;r den Sozialismus widmete.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Deutschland vereinnahmten verschiedene politische Str&#246;mungen das Verm&#228;chtnis von Rosa Luxemburg: Sozialdemokraten, Stalinisten, Anarchisten - alle haben ihr eigenes Bild von ihr gezeichnet, entsprechend ihrer strategischen Interessen. Heute, 90 Jahre nach ihrer Ermordung durch die von den Sozialdemokraten unterst&#252;tzte Konterrevolution, tritt auch die reformistische neue Partei &#187;Die Linke&#171; dieser Runde bei und bezieht sich in einer schon beinahe mythischen Weise auf Rosa Luxemburg. &#196;hnlich wie bei ihrer - zwar lautstark propagierten, jedoch sehr begrenzten - R&#252;ckbesinnung auf Marx werden Rosa Luxemburgs Person und Theorien lediglich insofern thematisiert, als sie der zutiefst reformistischen Ideologieproduktion der Linken nicht im Wege steht. Jedoch ist gerade das verschwiegene zentrale Anliegen Luxemburgs von unstreitbarer G&#252;ltigkeit: der Kampf gegen den Reformismus f&#252;r eine revolution&#228;re Perspektive; jenseits des Mythos oder herausgepickten Einzelheiten der Gedanken Luxemburgs und auch den Fehlern in ihrer Krisen- und Imperialismustheorie),&lt;br class='autobr' /&gt;
In Deutschland trat der Widerspruch zwischen Reform und Revolution auf, als das Kapital scheinbar ohne Widerspr&#252;che voranschritt. Auf dem Weg zur Massenpartei wuchs in der SPD seit 1890 eine Schicht von Abgeordneten und Verwaltungsbeamten heran, die von ihren Posten lebten. Als Bernstein ab 1899 seine Schrift &#187;Die Voraussetzungen des Sozialismus und die Aufgaben der Sozialdemokratie&#171; ver&#246;ffentlichte (eine Artikelreihe zur Revision der Marxschen Zusammenbruchstheorie), traf er die Interessenlage der Arbeiteraristokratie und wurde aufgrund seiner Annahme, Marxens Prognosen seien falsch, zum Urvater des Revisionismus. Er schlo&#223; aus dem zeitweiligen Ausbleiben von Krisen auf eine dauerhafte Stabilit&#228;t des Kapitalismus: Die Arbeiter leben unter besseren Bedingungen, der Kapitalismus ist erstarkt und es gibt eine Sozialgesetzgebung. Die SPD m&#252;sse ihre revolution&#228;ren Ziele daher aufgeben und sich ganz auf Verbesserung der Lebensbedingungen der Arbeiter konzentrieren, deren st&#228;rkste Waffe nun das Wahlrecht sei. Nach Bernstein, sei die Bourgeoisie seiner Zeit nicht die von Marx und Engels ehemals kritisierte. Sie sei viel st&#228;rker fragmentiert (reiche, kleine und neu entstehenden Mittelschichten). Bernstein zielte darauf ab, diese Botschaft an spezifische Sektoren der Bourgeoisie heranzutragen. Die Ungerechtigkeiten des Kapitals w&#252;rden das Bewusstsein und die Organisationen des Proletariats anheben. Um den Kapitalismus zu vers&#252;&#223;en, m&#252;ssten der Reichtum verteilt und die kleinen Produzenten unterst&#252;tzt werden. Nach Ansicht der Revisionisten werde der Kapitalismus nicht zusammenbrechen und man brauche ihn somit nicht durch den Sozialismus zu ersetzen, sondern m&#252;sse ihn steuern, kontrollieren und nach besten Ermessen regulieren. Bernstein lehnte private Unternehmen nicht grunds&#228;tzlich ab. Der Staat greife zwar mehr und mehr ein, aber innerhalb dieser Privatunternehmen &#187;[kann] ein gutes Industriegesetz (...) besser sein als hundert Verstaatlichungen&#171;[1].&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Rosa Luxemburg antwortete Bernstein 1899 in ihrem ber&#252;hmten Pamphlet: &#187;Sozialreform oder Revolution.&#171; Sie erkl&#228;rte, wenn Bernstein Recht habe, sei die Sozialdemokratie &#252;berfl&#252;ssig. Auf die automatische gerechte Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums zu warten, sei eine Utopie und verurteile die SPD wie Don Quichotte zum Scheitern. Luxemburg wirft Bernstein vor, aus dem philosophischen Materialismus zu fliehen und Zuflucht im pr&#228;-marxistischen Idealismus der utopischen Sozialisten zu suchen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;W&#228;hrend f&#252;r die Revisionisten das Kreditsystem, die Medien und &#246;ffentlichen Gesellschaften mit beschr&#228;nkter Haftung eine nachweisliche Anpassung des Kapitalismus auf seinem Weg in Richtung Sozialismus darstellen, befriedigen diese Institutionen f&#252;r Luxemburg ausschlie&#223;lich die Erfordernisse der kapitalistischen Entwicklung. Sie sieht darin den Beginn der Auseinandersetzungen zwischen den zunehmend leistungsf&#228;higeren Nationalbourgeoisien Europas - ein deutlicher Beweis hierf&#252;r seien die Militarisierung und die Zollpolitik jener Zeit. Ihre st&#228;rksten Argumente gegen Bernstein konzentrierten sich auf den Klassencharakter des b&#252;rgerlichen Staats. In Bezug auf die Rolle der Gewerkschaften erkl&#228;rte sie, dass diese, da systemisch bedingt, lediglich versuchen k&#246;nnten, eine minimale Beteiligung f&#252;r die Arbeiterklasse an den Gewinnen der Bourgeoisie zu erlangen, aber nicht die Ausbeutung an sich, den Klassenwiderspruch &#252;berwinden k&#246;nnten. Sie sah die Sozialdemokratie nur solange von der Bourgeoisie geduldet, wie sie stillhalte. Erst im Zusammenbruch des kapitalistischen Systems k&#246;nne sie die Macht im Sinne der Arbeiterklasse nutzten. In den deutlichen Worten Rosa Luxemburg hei&#223;t dies, dass mit der Reduzierung auf Reformen und der Beteiligung an b&#252;rgerlichen Regierungen nicht der &#204;bergang zum Sozialismus erreicht werden kann. Sie bezieht sich damit auf Marx, der sagte, dass der b&#252;rgerliche Staatsapparat Herrschafts-instrument sei und somit nicht von der Arbeiterklasse &#252;bernommen werden kann. Deshalb, so argumentiert Luxemburg, solle die SPD die F&#252;hrung im Aufbau des n&#246;tigen Klassenbewusstseins &#252;bernehmen und die Selbstt&#228;tigkeit der Arbeiter f&#246;rdern, sie jedoch nicht blockieren. Luxemburg sah die von der Sozialdemokratie angesto&#223;enen Reformen als notwendig an, aber nur unter der Pr&#228;misse &#187;der Kampf f&#252;r soziale Reformen ist das Mittel, das Ziel ist die soziale Revolution&#171;[2]. Das strategische Ziel der Arbeiterklasse und ihrer F&#252;hrungen m&#252;sse also die Revolution sein. F&#252;r Luxemburg lag die Verantwortung der Partei nur in der Aufkl&#228;rung der Massen, um diesen so zu ihrer Unabh&#228;ngigkeit zu verhelfen - und sie in die Lage zu versetzen, die Macht f&#252;r sich selbst zu ergreifen. Die Partei m&#252;sse also das subjektive Element der Revolution herausbilden, das Bewusstsein der Arbeiterklasse f&#252;r ihre historischen Aufgaben entwickeln. Sie stellte klar, dass eine Partei, die &#187;f&#252;r&#171; die Arbeiter zu sprechen sucht, die sie vertrete (zum Beispiel in den b&#252;rgerlichen Parlamenten) und in ihrem Namen handle, &#187;sich selbst beschmutzen und zu einem Instrument der Konterrevolution wird&#171;[3].&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So wurde Rosa Luxemburg schon fr&#252;h zur Wortf&#252;hrerin der internationalen sozialistischen Linken - durch ihren unvers&#246;hnlichen Kampf gegen den Revisionismus, der versucht(e), grundlegende revolution&#228;re Elemente des Marxismus programmatisch und praktisch zu &#187;revidieren&#171; und die Arbeiterklasse mit der Herrschaft des B&#252;rgertums auszus&#246;hnen. In diesem Kampf verteidigte Luxemburg die Marxsche Theorie des Kapitalismus, die These von der Krisenhaftigkeit dieser Produktionsweise, den revolution&#228;ren Charakter der Arbeiterklasse und die Notwendigkeit der sozialistischen Revolution. Die Arbeiterklasse braucht - darauf wies Luxemburg immer wieder hin - eine revolution&#228;re Partei als F&#252;hrung, die &#187;auf Grundlage einer wissenschaftlichen Programmatik agiert, das Proletariat auf die Machteroberung vorbereitet und zur Macht f&#252;hrt.&#171;[4]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Allerdings verfolgten der Revisionist Bernstein und der Renegat Kautsky weiterhin den Weg des sozialen Reformismus und bestimmten so den Trennlinie zwischen Reform und Revolution in Deutschland, sowie den Beginn einer langen Geschichte des Verrats der Sozialdemokratie an den historischen Interessen der Arbeiterklasse. Die Trennung in Minimalforderungen, d.h. Reformen, die auch innerhalb des kapitalistischen Systems durchsetzbar sind, und Maximalforderungen (die sozialistische Gesellschaft) wurden zur Grundlage jedes sozialdemokratischen Programms. Dadurch wurde das Agieren in den Parlamenten zur Grundlage jeden politischen Handelns zur Durchsetzung der politischen Minimalforderungen, w&#228;hrend die Maximalforderungen auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben wurden. &lt;br class='autobr' /&gt;
Dies war die Ausrichtung der SPD w&#228;hrend des Nachkriegsbooms, bis sich im vergangenen Jahrzehnt ihre Wendung hin zu einer Partei der Konterreformen klar vollzog. Die &#252;berwiegende Mehrheit der Gewerkschaftsf&#252;hrungen folgt ebenfalls dieser Ausrichtung, auch wenn sie noch nicht so weit in ihrer opportunistischen Wende gehen konnte. Denn sie ist einem h&#246;heren Druck durch die Arbeiter ausgesetzt. Dieser altbekannte, reformistische Ansatz wird heute ebenso von der Partei &#187;Die Linke&#171; &#252;bernommen, auch sie dadurch nicht gehindert wird, zusammen mit der SPD neoliberale Politik in Berlin durchzusetzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Trennung zwischen Minimal- und Maximalforderungen wurde von Rosa Luxemburg vehement mit dem Argument kritisiert, dass Verbesserungen f&#252;r die Unterdr&#252;ckten nur durch eine revolution&#228;re Perspektive erreicht werden k&#246;nnen. Und das gesamte 20. Jahrhundert zeigt, dass es nur durch die bourgeoise Angst vor der Revolution m&#246;glich war, einige Zugest&#228;ndnisse in Gestalt von Reformen zu erringen (Reformen, die im Kapitalismus Tag f&#252;r Tag untergraben werden, vor allem in Zeiten wie diesen.) Die konkrete Ausformulierung eines Programms, das Reform und Revolution verbindet, lieferte schlie&#223;lich Leo Trotzki in seinem &#187;&#204;bergangsprogramm&#171;. Viele der darin enthaltenen Forderungen sind heute aktueller denn je. &lt;br class='autobr' /&gt;
Die derzeitige Situation &#228;hnelt jener am Beginn des 20. Jahrhunderts. Wir sind in eine Krisenperiode des Kapitalismus eingetreten. Die herrschende Klasse f&#252;hrt einen Generalangriff auf die Lohnabh&#228;ngigen und Unterdr&#252;ckten - weltweit. Daher m&#252;ssen die Abwehrk&#228;mpfe gegen den Sozialraub in ganz Europa, gegen Krieg und imperialistische Besatzung, gegen versch&#228;rfte Ausbeutung im Inneren und Expansion mit dem grunds&#228;tzlichen Kampf gegen den Kapitalismus verbunden werden. Dabei k&#246;nnen wir von einer der wichtigsten Anf&#252;hrerinnen des deutschen Proletariats und ihren theoretischen Ausarbeitungen lernen: Es ist in Zeiten der sich versch&#228;rfenden Krisen und Klassenwiderspr&#252;che notwendig, die Illusionen bez&#252;glich der b&#252;rgerlichen Demokratie abzulegen und f&#252;r den Aufbau von konsequent revolution&#228;ren Parteien zu k&#228;mpfen: &#187;Die Abschaffung der Kapitalsherrschaft, die Verwirklichung der sozialistischen Gesellschaftsordnung - dies und nichts Geringeres ist das geschichtliche Thema der gegenw&#228;rtigen Revolution. Ein gewaltiges Werk, das nicht im Handumdrehen durch ein paar Dekrete von oben herab vollbracht, das nur durch die eigene bewusste Aktion der Masse der Arbeitenden in Stadt und Land ins Leben gerufen, das nur durch h&#246;chste geistige Reife und unersch&#246;pflichen Idealismus der Volksmassen und ihrer Partei durch alle St&#252;rme gl&#252;cklich in den Hafen gebracht werden kann.&#171;[5]&lt;/p&gt;
&lt;hr class=&#034;spip&#034; /&gt;
&lt;p&gt;[1] Bernstein, Eduard (1899): Die Voraussetzungen des Sozialismus und die Aufgaben der Sozialdemokratie &lt;br class='autobr' /&gt;
[2] Luxemburg, Rosa (1899): Sozialreform oder Revolution? &lt;br class='autobr' /&gt;
[3] Luxemburg, Rosa (1899): Sozialreform oder Revolution? &lt;br class='autobr' /&gt;
[4] Luxemburg, Rosa (1918): Zur russischen Revolution&lt;br class='autobr' /&gt;
[5]Luxemburg, Rosa (1918): Der Anfang&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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