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	<title> Fracci&#243;n Trotskista Cuarta Internacional </title>
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		<title>Eine neue rechte Bewegung?</title>
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		<dc:creator>Aaron Meinhard</dc:creator>


		<dc:subject>Europa</dc:subject>
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		<dc:subject>Libertades Democr&#225;ticas</dc:subject>
		<dc:subject>Pol&#237;tica Internacional</dc:subject>
		<dc:subject> RIO (Revolution&#228;re Internationalistische Organisation), Deutschland </dc:subject>
		<dc:subject>Alemania</dc:subject>

		<description>&lt;p&gt;&#8222;Wir wollen die Ausl&#228;nder nicht hier haben.&#8220; So klingen die O-T&#246;ne in den Medienbeitr&#228;gen dieser Tage. Seit dem 20. Oktober hat sich in Dresden eine neue islamfeindliche, chauvinistische Bewegung aufgemacht, das deutsche Regime von rechts aufzumischen und sich einen permanenten Platz in der &#214;ffentlichkeit zu erobern. Die &#8222;Patriotischen Europ&#228;er gegen die Islamisierung des Abendlandes&#8220; (PEGIDA) mobilisieren montags regelm&#228;&#223;ig einige tausend Menschen gegen &#8222;den&#8220; Islam, gegen Gefl&#252;chtete und MigrantInnen und gegen die expansive Au&#223;enpolitik Deutschlands &#8211; kurz vor Weihnachten nahmen sogar knapp 17.500 teil. Nur kurze Auftritte hatte dagegen der Vorbote: die Hooligans gegen Salafisten (HoGeSa) in K&#246;ln und Hannover.&lt;/p&gt;

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&lt;a href="https://www.estrategiainternacional.org/Articulos-en-aleman" rel="directory"&gt;Art&#237;culos en alem&#225;n&lt;/a&gt;

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&lt;a href="https://www.estrategiainternacional.org/Europa" rel="tag"&gt;Europa&lt;/a&gt;, 
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&lt;a href="https://www.estrategiainternacional.org/RIO-Revolutionare-Internationalistische-Organisation-Deutscheland" rel="tag"&gt; RIO (Revolution&#228;re Internationalistische Organisation), Deutschland &lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://www.estrategiainternacional.org/Alemania" rel="tag"&gt;Alemania&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;img src='https://www.estrategiainternacional.org/local/cache-vignettes/L150xH83/arton8848-b6cd6.jpg?1694845434' class='spip_logo spip_logo_right' width='150' height='83' alt=&#034;&#034; /&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;// RASSISMUS: Tausende Reaktion&#228;rInnen mobilisieren in Dresden und bundesweit gegen Muslime und Gefl&#252;chtete. Was steckt hinter den neuen Mobilisierungen? //&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;Wir wollen die Ausl&#228;nder nicht hier haben.&#8220; So klingen die O-T&#246;ne in den Medienbeitr&#228;gen dieser Tage. Seit dem 20. Oktober hat sich in Dresden eine neue islamfeindliche, chauvinistische Bewegung aufgemacht, das deutsche Regime von rechts aufzumischen und sich einen permanenten Platz in der &#214;ffentlichkeit zu erobern. Die &#8222;Patriotischen Europ&#228;er gegen die Islamisierung des Abendlandes&#8220; (PEGIDA) mobilisieren montags regelm&#228;&#223;ig einige tausend Menschen gegen &#8222;den&#8220; Islam, gegen Gefl&#252;chtete und MigrantInnen und gegen die expansive Au&#223;enpolitik Deutschlands &#8211; kurz vor Weihnachten nahmen sogar knapp 17.500 teil. Nur kurze Auftritte hatte dagegen der Vorbote: die Hooligans gegen Salafisten (HoGeSa) in K&#246;ln und Hannover.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In den b&#252;rgerlichen Medien herrscht dabei eine gewisse Ratlosigkeit. Woher kommt PEGIDA? Sind das alles Nazis &#8211; oder sollten ihre &#8222;&#196;ngste und Sorgen&#8220; ernst genommen werden? Auch die radikale Linke stellt sich Fragen: Gibt es eine neuen Faschismus in Deutschland oder verbinden sich hier &#8222;nur&#8220; bereits existente Nationalkonservative mit faschistischen Gruppierungen und Str&#246;mungen?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Kleinb&#252;rgerInnen ratlos&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Freilich geht es an der Wurzel nicht um den Islam &#8211; gerade in Sachsen mit einer absolut marginalen muslimischen Bev&#246;lkerung. Tats&#228;chlich gewinnt antiislamischer Chauvinismus &#252;ber die Kreise strammer FaschistInnen hinaus angesichts existierender &#8222;&#196;ngste und Sorgen&#8220; an Attraktivit&#228;t.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die soziale Basis der PEGIDA-Proteste ist nicht einheitlich, jedoch vor allem von Kleinb&#252;rgerInnen gepr&#228;gt. Das Kleinb&#252;rgerInnentum umfasst verschiedene Schichten zwischen den Klassen, die sich (z.B. durch den Besitz ihrer eigenen bescheidenen Produktionsmittel) als materiell Bessergestellte an der politischen F&#252;hrung des Gro&#223;b&#252;rgertums und seinem Lebensstil orientieren. Doch aufgrund derselben materiellen Stellung schwanken sie zwischen dem erhofften sozialen Aufstieg und dem bef&#252;rchteten Abstieg &#8211; und legen deswegen ein oft irrationales Bewusstsein an den Tag.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dabei ist die Angst vor dem sozialen Abstieg und den Verwerfungen des krisengesch&#252;ttelten Kapitalismus keineswegs unbegr&#252;ndet. Bereits heute sind bedeutende Teile der ArbeiterInnenklasse durch die Folgen der Hartz-Reformen und die voranschreitende Prekarisierung in die Misere gest&#252;rzt. Im beginnenden siebten Jahr der weltweiten Krise ist keine Erholung der Kaufkraft und des Binnenmarkts in Sicht. Via Rentensenkungen und Mieterh&#246;hungen ist das deutsche Kleinb&#252;rgerInnentum materiell von besonderen H&#228;rten betroffen. Die Antworten der Gro&#223;bourgeoisie auf die Krise k&#246;nnen es nicht gl&#252;cklich machen, m&#252;ssen sie doch f&#252;r die Kosten der W&#228;hrungsrettung und die Sanierung ganzer National&#246;konomien mit aufkommen, profitieren aber selbst nicht von der neu gewonnen Hegemonie des deutschen Kapitals.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dazu gesellt sich eine Un- und Umordnung der politischen Repr&#228;sentation dieser Schichten. Die AfD hat sich als eine Verteidigerin ihrer neu erwachten protektionistischen Bed&#252;rfnisse angeboten. Nach einer relativen Stabilisierung der Eurozone und aufgrund der Tatsache, dass die verschiedenen Fraktionen der Bourgeoisie recht geschlossen hinter Merkel stehen, hat sich die Bedeutung der AfD vor allem in Richtung eines organisatorischen und elektoralen Ausdrucks der chauvinistischen Tendenzen der von Deklassierung bedrohten Kleinb&#252;rgerInnen verschoben. Dabei ist hervorzuheben, dass PEGIDA und die AfD als deutsche Variante einer europaweiten Welle des erstarkenden Rechtspopulismus und Chauvinismus erst relativ sp&#228;t die politische B&#252;hne betreten haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das bundesdeutsche Regime geht im Moment noch auf Distanz zu PEGIDA. Zwar gibt es zaghafte Rufe nach &#8222;Verst&#228;ndnis&#8220; f&#252;r die &#196;ngste der TeilnehmerInnen vonseiten der CDU und Dialogangebote von CDU und Gr&#252;nen. Doch der Gro&#223;teil der IdeologieproduzentInnen verurteilt die Xenophobie und weist auf die Rolle von FaschistInnen in der Organisation hin.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der sozialdemokratische Arm des deutschen Kapitalismus organisiert bereits alibim&#228;&#223;ige Betroffenheitsveranstaltungen. Denn tats&#228;chlich braucht das deutsche Kapital noch lange keine militante, faschistische Bewegung und m&#246;chte verhindern, dass sich aus PEGIDA und Konsorten unkontrolliert eine solche entwickelt. Au&#223;erdem ist ihm der isolationistische Charakter der Bewegung ein Dorn im Auge.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Antiislamischer Chauvinismus&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Positionierung gegen Muslime, ob ganz offen oder unter dem verschleiernden Begriff des &#8222;Islamismus&#8220;, ist Grundlage der Politik von breiteren Sektoren in Deutschland &#8211; sichtbar an der medialen Stimmungsmache gegen die vermeintliche islamische Gefahr unter Stichworten wie &#8222;Parallelgesellschaften&#8220; oder &#8222;Ehrenmorde&#8220;. Der Islamophobie als Werkzeug bedient sich auch der deutsche Imperialismus: Mit demagogischen Mitteln soll von den eigenen Verbrechen abgelenkt, sollen imperialistische Milit&#228;reins&#228;tze legitimiert und zudem ein Spaltkeil zwischen die Unterdr&#252;ckten getrieben werden, um den gemeinsamen Kampf zu erschweren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auf diesem Boden w&#228;chst PEGIDA und sucht sich also, wie sein kleinerer und gewaltt&#228;tigerer Bruder HoGeSa, mit dem Islam ein Thema aus, das f&#252;r die Argumentation der Gro&#223;bourgeoisie und Sozialdemokratie einen Schwachpunkt darstellt. F&#252;r ihre Au&#223;enpolitik (Afghanistan, Syrien) und f&#252;r ihre Innenpolitik (Abschiebungen, gesetzliche Diskriminierung) kann das Regime eine gewisse islamophobe Komponente brauchen. F&#252;r das Kapital selbst ist die Lage noch nicht problematisch genug, damit eine gro&#223;e Offensive n&#246;tig w&#228;re. Aber das &#8211; von den Herrschenden gesch&#252;rte &#8211; Verlangen genau danach erf&#252;llt PEGIDA. Dem kann das Regime nur wenig entgegensetzten, ohne seine eigenen Anliegen zu gef&#228;hrden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch die Mobilisierungen gegen Neuer&#246;ffnungen von Lagern f&#252;r Gefl&#252;chtete sind nicht etwa allein Produkt marginaler faschistischer Agitation. Die &#8222;Heime&#8220; werden nicht zuf&#228;llig in Gebieten errichtet, in denen besondere Misere und Perspektivlosigkeit herrschen. Hierbei ist festzuhalten, dass die Refugeebewegung, obwohl sie die k&#228;mpferischste soziale Bewegung der letzten Jahre darstellte, eine systematische Niederlage erfahren hat. Die Medienhetze, die dazu n&#246;tig war, hat rassistische Ressentiments gest&#228;rkt. Dennoch formiert sich aus ihr heraus gerade jetzt der entschlossenste Widerstand gegen die rassistischen Mobilisierungen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was wird kommen?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es bleibt zu erwarten, in welche Richtung sich PEGIDA und die rassistischen Mobilisierungen im gesamten Bundesgebiet entwickeln werden. Schon jetzt nutzen FaschistInnen die allgemeine Stimmung, um physische Angriffe auf Gefl&#252;chtete zu starten. Umso wichtiger sind eine klare Politik gegen jede Form des kleinb&#252;rgerlichen Chauvinismus und der Aufbau einer starken ArbeiterInnenbewegung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wie besiegen wir die FaschistInnen?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tausende hetzen zurzeit auf Deutschlands Stra&#223;en gegen MigrantInnen. Im Kielwasser dieser Bewegungen nimmt auch Gewalt gegen Gefl&#252;chtete wieder zu. Schon l&#228;nger stellt sich die Frage, wie antirassistische und antifaschistische Politik aussehen m&#252;ssen, wenn es sich bei den Protestierenden nicht (nur) um offene Neonazis handelt, sondern um eine breite Bewegung, die bis in die h&#228;ufig beschworene &#8222;Mitte der Gesellschaft&#8220; reicht. Wie k&#246;nnen PEGIDA und Co. gestoppt werden, damit sie sich nicht in eine neue militante faschistische Bewegung auf den Stra&#223;en verwandeln?&lt;br class='autobr' /&gt;
Der russische Revolution&#228;r Leo Trotzki beschrieb in den drei&#223;iger Jahren den Faschismus als das Produkt enormer Reibungen im Kampf zwischen Bourgeoisie und Proletariat. Das Kleinb&#252;rgerInnentum f&#252;rchtet in dieser Auseinandersetzung den sozialen Abstieg, verb&#252;ndet sich mit den Ausgesto&#223;enen und Deklassierten. Sie bilden paramilit&#228;rische Banden, die Jagd auf die Unterdr&#252;ckten, die ArbeiterInnen und deren Organisation machen. Letztlich wird der Faschismus genutzt, um den Kapitalismus zu retten und zu sanieren, wenn nichts anderes mehr n&#252;tzt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die rassistischen Mobilisierungen der letzten Wochen und Monate sind freilich noch lange nicht so weit, dem Kapital als eine Option zur Niederhaltung der Unterdr&#252;ckten zu erscheinen. Im Gegenteil stehen die isolationistischen Forderungen von PEGIDA im Gegensatz zum wichtigsten Projekt des deutschen Gro&#223;kapitals, der Dominanz in Europa. Nichtsdestotrotz ist PEGIDA ein Ausdruck des absteigenden Kleinb&#252;rgerInnentums.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es ist deshalb notwendig, schon jetzt ein koh&#228;rentes Programm zu entwickeln, das die St&#228;rkung dieser chauvinistischen Bewegung verhindert. Dazu ist es zentral, der sozialen Krise zu begegnen, die die Grundlage dieser Mobilisierungen darstellt, indem die Angriffe der Herrschenden in Deutschland und ganz Europa abgewehrt werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die ArbeiterInnenbewegung muss also daf&#252;r gewonnen werden, eine Antwort auf die Krise und PEGIDA als ihr Produkt zu finden. In den Betrieben und in den Gewerkschaften muss die rassistische und chauvinistische Ideologie bek&#228;mpft werden, die die vereinte Kampfkraft der ArbeiterInnen schw&#228;cht: Statt Protesten gegen Gefl&#252;chtete, die angeblich &#8222;die Sozialsysteme ausnutzen&#8220;, sind gemeinsame K&#228;mpfe von KollegInnen unabh&#228;ngig von Pass und Aufenthaltsstatus n&#246;tig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die k&#228;mpfenden KollegInnen von Amazon im hessischen Bad Hersfeld haben sich bereits an Blockaden gegen den Kasseler Ableger von PEGIDA beteiligt: Welche M&#246;glichkeiten w&#252;rden sich dem antifaschistischen Kampf er&#246;ffnen, wenn klassenbewusste ArbeiterInnen ihre &#246;konomische Macht beisteuerten?&lt;br class='autobr' /&gt;
Es ist also wichtig, eine starke ArbeiterInnenbewegung aufzubauen. Sie allein kann ein Programm aufstellen, das den FaschistInnen die Kraft nimmt und auch seiner kleinb&#252;rgerlichen Basis einen Weg jenseits der faschistischen Demagogie aufzeigt: Das Programm der sozialistischen Revolution, die den Kapitalismus endg&#252;ltig besiegt.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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		<title>Landesweite Gegenwehr</title>
		<link>https://www.estrategiainternacional.org/Landesweite-Gegenwehr</link>
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		<dc:creator>Aaron Meinhard</dc:creator>


		<dc:subject>Am&#233;rica Latina</dc:subject>
		<dc:subject>Movimiento Obrero</dc:subject>
		<dc:subject>Actualidad</dc:subject>
		<dc:subject>Pol&#237;tica</dc:subject>
		<dc:subject>An&#225;lisis</dc:subject>
		<dc:subject>Argentina</dc:subject>
		<dc:subject> RIO (Revolution&#228;re Internationalistische Organisation), Deutschland </dc:subject>

		<description>&lt;p&gt;Um die Lear-Fabrik im Norden von Buenos Aires hat sich ein massiver Kampf gegen Bosse, Polizei, Regierung und Gewerkschaftsb&#252;rokratie entwickelt.&lt;br class='autobr' /&gt;
Ende Mai nutzte der US-amerikanischer Automobilzulieferer Lear Einbr&#252;che in der argentinischen Automobilproduktion als Vorwand um etwa 200 KollegInnen zu beurlauben. Nur wenig sp&#228;ter wurden 100 ArbeiterInnen gek&#252;ndigt, weitere kamen in Kurzarbeit oder wurden ebenfalls beurlaubt. Da diese Massenentlassungen in erster Linie ein Versuch waren, die k&#228;mpferischen KollegInnen im Betrieb hinauszudr&#228;ngen und zu bestrafen, formierte sich rasch Gegenwehr. Ende Juni entschied eine Versammlung der ArbeiterInnen, f&#252;r drei Stunden zu streiken. Als weitere Streikaktionen f&#252;r die kommende Woche geplant wurden, hinderte die Gesch&#228;ftsleitung die gew&#228;hlten Delegierten daran, den Betrieb zu betreten.&lt;/p&gt;

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&lt;a href="https://www.estrategiainternacional.org/Movimiento-Obrero" rel="tag"&gt;Movimiento Obrero&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://www.estrategiainternacional.org/Tapa-Central" rel="tag"&gt;Actualidad&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://www.estrategiainternacional.org/Politica" rel="tag"&gt;Pol&#237;tica&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://www.estrategiainternacional.org/Analisis" rel="tag"&gt;An&#225;lisis&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://www.estrategiainternacional.org/Argentina-100" rel="tag"&gt;Argentina&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://www.estrategiainternacional.org/RIO-Revolutionare-Internationalistische-Organisation-Deutscheland" rel="tag"&gt; RIO (Revolution&#228;re Internationalistische Organisation), Deutschland &lt;/a&gt;

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 <content:encoded>&lt;img src='https://www.estrategiainternacional.org/local/cache-vignettes/L150xH82/arton8704-49abd.jpg?1694845434' class='spip_logo spip_logo_right' width='150' height='82' alt=&#034;&#034; /&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;// Seit f&#252;nf Monaten k&#228;mpfen ArbeiterInnen des US-amerikanischen Automobilzulieferers Lear in Argentinien gegen Entlassungen und Repressionen. //&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um die Lear-Fabrik im Norden von Buenos Aires hat sich ein massiver Kampf gegen Bosse, Polizei, Regierung und Gewerkschaftsb&#252;rokratie entwickelt.&lt;br class='autobr' /&gt;
Ende Mai nutzte der US-amerikanischer Automobilzulieferer Lear Einbr&#252;che in der argentinischen Automobilproduktion als Vorwand um etwa 200 KollegInnen zu beurlauben. Nur wenig sp&#228;ter wurden 100 ArbeiterInnen gek&#252;ndigt, weitere kamen in Kurzarbeit oder wurden ebenfalls beurlaubt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da diese Massenentlassungen in erster Linie ein Versuch waren, die k&#228;mpferischen KollegInnen im Betrieb hinauszudr&#228;ngen und zu bestrafen, formierte sich rasch Gegenwehr. Ende Juni entschied eine Versammlung der ArbeiterInnen, f&#252;r drei Stunden zu streiken. Als weitere Streikaktionen f&#252;r die kommende Woche geplant wurden, hinderte die Gesch&#228;ftsleitung die gew&#228;hlten Delegierten daran, den Betrieb zu betreten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Darauf folgte eine Ausweitung der Ma&#223;nahmen seitens der Besch&#228;ftigen. Gemeinsam mit solidarischen KollegInnen und AktivistInnen organisierten sie Demonstrationen, Autokorsos und Blockaden der Panamericana, der wichtigsten Autobahn des Landes.&lt;br class='autobr' /&gt;
Am 8. Juli fand ein erster landesweiter Aktionstag statt, in ganz Argentinien gab es Demonstrationen und Blockaden f&#252;r die ArbeiterInnen von Lear. Zwei Wochen sp&#228;ter versuchte die rechte B&#252;rokratie der Gewerkschaft der Automobilindustrie SMATA unter ihrem Vorsitzenden Ricardo Pignanelli &#8211; der &#252;ber ausgezeichnete Kontakte zur Regierung verf&#252;gt &#8211; den Kampf zu enthaupten. In einer &#8222;Versammlung&#8220;, die von der Polizei umzingelt wurde, wurden die Delegierten der Belegschaft, die klassenk&#228;mpferische Positionen vertreten oder der Partei Sozialistischer ArbeiterInnen (PTS) angeh&#246;ren, &#8222;abgew&#228;hlt&#8220;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Unfall vorget&#228;uscht&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am 30. Juli sprengte der Kampf endlich die nationalen Grenzen. Bei einem Autokorso warf sich ein Gendarm gegen die Windschutzscheibe eines Autos, um einen Unfall vorzut&#228;uschen, damit seine Kompagnons den Fahrer festnehmen konnten. Pech nur f&#252;r ihn, dass er dabei mit einer Kamera aufgenommen wurde. Das Video verbreitete sich &#252;ber das Internet in alle Welt. In der internationalen Presse, auch in deutschen Medien, wurde berichtet. Mitte August kam eine Kampfansage der Avantgarde Argentiniens: Ein ArbeiterInnentreffen mit 3.000 TeilnehmerInnen wurde inmitten des Industriegebietes im Norden der Stadt abgehalten. Aufgerufen hatten die KollegInnen von Lear gemeinsam mit den ArbeiterInnen der US-amerikanischen Druckerei Donnelley. Hier vereinigten sich die k&#228;mpferischsten Sektoren der argentinischen ArbeiterInnenklasse, um gemeinsam weitere Schritte in Richtung der Wiedereroberung der Betriebsr&#228;te und der Gewerkschaften von der B&#252;rokratie zu machen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun begannen massivste Angriffe auf solidarische AktivistInnen und die KollegInnen. Am 14. August entgingen Edgardo Moyano, seit langen Jahren Anwalt der KollegInnen, und Victoria Moyano, eine solidarische Aktivistin, nur knapp einem Anschlag auf ihr Leben. Ein Teil ihres Automotors ist besch&#228;digt, Benzin tritt in gro&#223;en Mengen aus. Der Mechaniker wird sp&#228;ter best&#228;tigen, dass es sich um Manipulation handelt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;St&#246;rung im Parlament&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am 10. September st&#246;rt eine Bande von Pignanellis Schl&#228;gern im nationalen Parlament eine Rede des sozialistischen Abgeordneten Nicolas del Ca&#241;o. Der Vertreter der PTS hatte sich mehrmals klar f&#252;r die k&#228;mpferischen KollegInnen ausgesprochen und an Blockaden teilgenommen. Auch von Seiten der Regierung kam massive Hetze gegen ihn.&lt;br class='autobr' /&gt;
Weitere, auch physische Angriffe auf KollegInnen folgen. Einige werden auf ihren Heimwegen von Unbekannten angriffen.F&#252;r diese arbeiterInnen-feindliche Politik st&#252;tzt sich die SMATA auf die Kooperation mit den Bossen und der Regierung, sowie die Einsch&#252;chterung ihrer eigenen Mitglieder. Es gibt aber auch privilegierte ArbeiterInnen, mit festen Jobs oder in gehobenen Positionen, die sich von dieser Karikatur einer Gewerkschaft vertreten f&#252;hlen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am 23. Oktober fand dann wieder ein nationaler Aktionstag statt. Bei erneuten Demonstrationen auf der Panamericana schlug die Gendarmerie voll zu. ArbeiterInnen wurden mit gr&#246;bster Gewalt aus ihren Autos gezogen, DemonstrantInnen mit Gummigeschossen teilweise schwer verletzt. Tr&#228;nengas wurde eingesetzt. Die Bilanz des Tages: Mehr als 20 ArbeiterInnen aus verschiedenen Sektoren, die sich solidarisch zeigen wollten, wurden verletzt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ein Beispiel&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der bereits f&#252;nf Monate w&#228;hrende Kampf ist ein Beispiel f&#252;r alle ArbeiterInnen auf der Welt. Ausdauernd und heroisch stellen sie sich gegen die Profitgier des Unternehmens, dass hunderte von Familien w&#228;hrend andauernder Inflation auf die Stra&#223;e setzen m&#246;chte. Und obwohl die Herrschenden sie von allen Seiten angreifen, geben sie nicht auf.&lt;br class='autobr' /&gt;
Sie entlarven die Heuchelei der Regierung: Cristina Kirchner und ihre MinisterInnen geben sich sonst gerne als besonders leidenschaftliche VerteidigerInnen der einfachen argentinischen Bev&#246;lkerung. Doch hier verteidigen sie klar die Interessen von Lear, dem US-Unternehmen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es ist ein harter Kampf, dem sich die gesamte Avantgarde der argentinischen ArbeiterInnen angeschlossen hat. ArbeiterInnen aus dem ganzen Land beteiligen sich genauso wie Jugendliche an Protesten und Aktionen. Gerade die GenossInnen der PTS in den Betrieben und Unis k&#228;mpfen an vorderster Front f&#252;r den Sieg der KollegInnen.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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